mAh in Wh umrechnen: was ins Handgepäck darf
Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik
Für das Handgepäck zählt nicht die mAh-Zahl, sondern die Energie in Wattstunden. Sie rechnen mAh mal Volt geteilt durch 1000. Eine Powerbank mit 10.000 mAh bei 3,7 V hat 37 Wh und darf ohne Genehmigung mit. Die Grenze von 100 Wh liegt bei 3,7 V bei rund 27.000 mAh.
Wattstunden
37 Wh
Milliamperestunden
10.000 mAh
Im Flugzeug
erlaubt
Wh = mAh × V ÷ 1000 = 10.000 × 3,7 ÷ 1000 = 37 Wh. Bis 100 Wh: ohne Genehmigung erlaubt, als Powerbank oder Ersatzakku nur im Handgepäck.
Powerbank: Wie oft lädt sie ein Gerät?
Ladungen
1,6
Nutzbare Energie
24,1 Wh
Ladedauer des Akkus
1 h 51 min
Beim Laden gehen durch Spannungswandlung und Wärme etwa 30 bis 40 Prozent verloren, voreingestellt sind 65 Prozent nutzbare Energie. Die Ladedauer ist ohne Verluste und ohne die langsamere Endphase gerechnet, real dauert es länger.
mAh in Wh bei 3,7 V
| mAh | Wh | Flugzeug |
|---|---|---|
| 1.000 | 3,7 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 2.000 | 7,4 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 3.000 | 11,1 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 4.000 | 14,8 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 5.000 | 18,5 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 10.000 | 37 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 20.000 | 74 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 26.800 | 99,16 | bis 100 Wh, erlaubt |
| 27.000 | 99,9 | bis 100 Wh, erlaubt |
Flugregeln nach IATA, Stand 29.09.2026. Airlines können strengere Regeln haben.
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Formel
Multiplizieren Sie die Kapazität in Milliamperestunden mit der Nennspannung in Volt und teilen Sie durch 1000. Das Ergebnis sind Wattstunden. Für die Gegenrichtung multiplizieren Sie die Wattstunden mit 1000 und teilen durch die Spannung.
Wh = mAh · V / 1000
- Wh
- gespeicherte Energie in Wattstunden
- mAh
- Kapazität in Milliamperestunden
- V
- Nennspannung der Zelle, bei Lithium-Ionen meist 3,7 Volt
Rechenbeispiel: Powerbank mit 10.000 mAh auf Reisen
- 1
Kapazität und Zellspannung vom Typenschild ablesen
= 10.000 mAh bei 3,7 V
- 2
Energie der Powerbank: 10.000 × 3,7 ÷ 1000
= 37 Wh
- 3
Einstufung für das Flugzeug: unter der Grenze von 100 Wh
= erlaubt, nur im Handgepäck
- 4
Nutzbare Energie für das Handy bei 65 Prozent Wirkungsgrad: 37 × 0,65
= 24,05 Wh
- 5
Energie eines Handyakkus mit 4.000 mAh bei 3,85 V
= 15,4 Wh
- 6
Mögliche Ladungen unterwegs: 24,05 ÷ 15,4
= 1,56 Ladungen
Die Powerbank mit 10.000 mAh speichert 37 Wh und darf ohne Genehmigung ins Handgepäck. Unterwegs reicht sie für rund 1,56 Ladungen eines 4.000-mAh-Handys. Zu Hause lädt sie an einem 20-Watt-Netzteil rechnerisch in 1,85 Stunden wieder auf.
Typische Fehler
errorPowerbank im aufgegebenen Koffer verstaut
Powerbanks und Ersatzakkus gehören nach den IATA-Vorgaben immer ins Handgepäck, unabhängig von ihrer Größe. Im Frachtraum könnte ein Brand nicht bemerkt und gelöscht werden. Packen Sie die Powerbank deshalb in die Tasche, die Sie mit in die Kabine nehmen.
errormAh-Angabe ohne Spannung mit der 100-Wh-Grenze verglichen
Dieselbe mAh-Zahl ergibt je nach Spannung unterschiedliche Wattstunden. Prüfen Sie zuerst, ob auf dem Gehäuse eine Wh-Angabe steht. Fehlt sie, rechnen Sie mit der aufgedruckten Zellspannung, bei Powerbanks meist 3,6 oder 3,7 Volt, und nicht mit den 5 Volt des USB-Anschlusses.
errorRegel ab 2027 für alle Akkus angenommen
Die Änderung zum 1. Januar 2027 betrifft nur Powerbanks. Ersatzakkus für Kameras oder Laptops zwischen 100 und 160 Wh dürfen weiterhin mit Zustimmung der Airline mitfliegen. Stellen Sie im Rechner deshalb ein, ob es sich um eine Powerbank oder einen Ersatzakku handelt.
Powerbank im Handgepäck: warum die Luftfahrt in Wattstunden rechnet
Milliamperestunden sagen nur, wie viel Ladung ein Akku speichert. Für die Sicherheit an Bord zählt aber die Energie, die im Fehlerfall als Wärme frei werden kann. Deshalb legen IATA und ICAO ihre Grenzen in Wattstunden fest. Zwei Powerbanks mit gleicher mAh-Zahl können unterschiedlich viel Energie enthalten, wenn ihre Zellen mit verschiedenen Spannungen arbeiten. Eine Angabe von 26.800 mAh ergibt bei 3,6 Volt 96,48 Wh, bei 3,85 Volt dagegen 103,18 Wh und liegt damit schon über der Grenze.
Die drei Stufen sind einfach: Bis 100 Wh darf eine Powerbank ohne Genehmigung mit, als Ersatzakku oder Powerbank aber nur im Handgepäck. Über 100 bis 160 Wh braucht es die Zustimmung der Airline. Über 160 Wh ist der Akku im Passagiergepäck nicht erlaubt. Für Powerbanks ändert sich das zum 1. Januar 2027: Mit der 68. Ausgabe der IATA-Gefahrgutvorschriften fällt die mittlere Stufe weg.
Welche Powerbank-Größe sich für Vielflieger eignet
Wer regelmäßig fliegt, fährt mit Powerbanks bis etwa 26.800 mAh bei 3,7 Volt am sichersten. Sie liegen mit 99,16 Wh knapp unter der Grenze und bleiben auch nach der Regeländerung ohne Genehmigung erlaubt. Größere Modelle mit 30.000 oder 40.000 mAh sind für Camping oder Stromausfälle praktisch, verlieren ab 2027 aber ihre Flugtauglichkeit. Wer ohnehin eine neue Powerbank kaufen will, sollte das bei der Wahl berücksichtigen. Für die meisten Reisen genügt eine 20.000-mAh-Powerbank mit 74 Wh: Sie lädt ein Handy mit 4.000 mAh rund dreimal und lässt Spielraum, falls die Airline strenger ist als die IATA. Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass die Wh-Angabe gut lesbar auf dem Gehäuse steht, denn beim Sicherheitscheck zählt dieser Nachweis.
Für die Umrechnung in Kilowattstunden oder Joule eignet sich der Energie-Umrechner, für die Frage, wie lange das Aufladen der Powerbank dauert, der Ladezeit-Rechner. Lässt der Handyakku selbst stark nach, zeigt der Handy-Reparaturkosten-Rechner, was ein Akkutausch kostet.