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Wie viele Stunden darf man zum Mindestlohn im Minijob arbeiten?

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Zum Mindestlohn von 13,90 Euro dürfen Sie 2026 im Minijob höchstens 43,38 Stunden im Monat arbeiten, das sind knapp 10 Stunden pro Woche. Die Grenze ergibt sich aus der Minijob-Grenze von 603 Euro geteilt durch den Stundenlohn. Wer mehr verdient als den Mindestlohn, kommt entsprechend auf weniger Stunden.

Mindestlohn 2026

13,90 €

ab 1.1.2027: 14,60 €

Monatslohn bei 40,00 Std./Woche

2.417,49 €

Sozialversicherungspflichtig

Jahreslohn

29.009,86 €

Minijob-Grenze 2026

603,00 € im Monat

Maximale Stunden im Minijob

43,38 Std./Monat

etwa 9,98 Stunden pro Woche zum Mindestlohn

Monatslohn = Mindestlohn mal Wochenstunden mal 4,348. Keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn haben unter anderem Jugendliche unter 18 ohne Berufsabschluss, Auszubildende (für sie gilt die Mindestausbildungsvergütung), Pflichtpraktika und Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Beschäftigung. Branchenmindestlöhne können höher liegen.

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Formel

Teilen Sie die monatliche Minijob-Grenze durch Ihren Stundenlohn, erhalten Sie die maximalen Stunden im Monat. Für die Wochenstunden teilen Sie diesen Wert zusätzlich durch 4,348 Wochen pro Monat. Die Minijob-Grenze selbst ist an den Mindestlohn gekoppelt: Mindestlohn mal 130 durch 3, aufgerundet auf volle Euro.

Maximale Stunden pro Monat = Minijob-Grenze ÷ Stundenlohn

Minijob-Grenze
603 Euro im Monat (2026), 633 Euro (2027)
Stundenlohn
vereinbarter Bruttostundenlohn, mindestens 13,90 Euro (2026) bzw. 14,60 Euro (2027)
4,348
durchschnittliche Wochen pro Monat

Rechenbeispiel: Minijob zum Mindestlohn 2026

  1. 1

    Gesetzlicher Mindestlohn ab 1. Januar 2026

    = 13,90 Euro pro Stunde

  2. 2

    Minijob-Grenze 2026

    = 603 Euro im Monat

  3. 3

    Maximale Stunden im Monat: 603 Euro geteilt durch 13,90 Euro

    = 43,38 Stunden

  4. 4

    Maximale Wochenstunden: 43,38 Stunden geteilt durch 4,348

    = 9,98 Stunden

  5. 5

    Zum Vergleich: Vollzeit mit 40 Wochenstunden zum Mindestlohn

    = 2.417,49 Euro im Monat

  6. 6

    Mindestlohn ab 1. Januar 2027

    = 14,60 Euro pro Stunde

Im Minijob zum Mindestlohn liegt die Obergrenze 2026 bei 43,38 Stunden im Monat oder knapp 10 Stunden pro Woche. Genau 10 Wochenstunden sind bereits zu viel, weil der Lohn dann knapp über 603 Euro steigt.

Typische Fehler

errorZehn Wochenstunden als sichere Obergrenze angenommen

Zehn Stunden pro Woche ergeben zum Mindestlohn 2026 einen Monatslohn von 604,37 Euro und liegen damit knapp über der Grenze von 603 Euro. Der Job fällt dann in den Übergangsbereich. Vereinbaren Sie höchstens 9,98 Wochenstunden oder eine feste Monatsstundenzahl von 43 Stunden.

errorStundenzahl zum Jahreswechsel 2027 nicht angepasst

Mit 14,60 Euro und unveränderten 43,38 Stunden ergeben sich 633,35 Euro, also mehr als die neue Grenze von 633 Euro. Weil die Grenze aufgerundet wird, passen 2027 nur noch 43,36 Stunden. Prüfen Sie Verträge mit ausgereizter Stundenzahl deshalb vor jedem Jahreswechsel.

errorMit dem Mindestlohn gerechnet, obwohl mehr gezahlt wird

Die 43,38 Stunden gelten nur beim Mindestlohn. Bei 15 Euro pro Stunde sind es nur noch 40,2 Stunden im Monat, bei 18 Euro 33,5 Stunden. Rechnen Sie immer mit Ihrem tatsächlichen Stundenlohn und nicht mit dem gesetzlichen Minimum.

Warum der Minijob beim Mindestlohn immer bei zehn Stunden endet

Seit die Minijob-Grenze an den Mindestlohn gekoppelt ist, gilt eine einfache Faustregel: Zum Mindestlohn passen in einen Minijob knapp zehn Stunden pro Woche. Die Grenze berechnet sich aus dem Mindestlohn mal 130, geteilt durch 3 und aufgerundet auf volle Euro. Dahinter steckt die Vorstellung einer Beschäftigung von zehn Wochenstunden, gerechnet mit 13 Wochen pro Quartal. 2025 lag die Grenze bei 556 Euro, 2026 liegt sie bei 603 Euro und 2027 bei 633 Euro. Die maximale Stundenzahl bleibt dabei nahezu konstant bei gut 43 Stunden im Monat.

Für Beschäftigte bedeutet das Planungssicherheit, aber auch einen engen Rahmen. Wer genau zehn Stunden pro Woche vereinbart, rutscht mit dem Durchschnittswert von 4,348 Wochen pro Monat knapp über die Grenze. Sicherer ist eine vertraglich feste Monatsstundenzahl, zum Beispiel 43 Stunden. So entstehen auch in Monaten mit fünf Arbeitswochen keine Überschreitungen, und die Abrechnung bleibt für beide Seiten übersichtlich.

Etwas anders sieht es aus, wenn der Stundenlohn über dem Mindestlohn liegt. Dann sinkt die erlaubte Stundenzahl, weil dieselbe Grenze schneller erreicht ist. Eine Aushilfe mit 15 Euro pro Stunde kommt auf rund 40 Stunden im Monat, mit 18 Euro auf gut 33 Stunden. Für Arbeitgeber lohnt es sich deshalb, bei Lohnerhöhungen im Minijob gleichzeitig die vereinbarten Stunden zu prüfen.

Beim Wechsel von 2026 auf 2027 zeigt sich ein kleiner Stolperstein. Weil die Grenze nur auf volle Euro aufgerundet wird, verschiebt sich die maximale Stundenzahl um wenige Hundertstel. Verträge, die exakt auf 43,38 Stunden ausgerichtet sind, liegen mit dem neuen Mindestlohn von 14,60 Euro einige Cent über 633 Euro. Wer die Grenze bewusst ausreizt, rechnet vor jedem Jahreswechsel neu, am einfachsten mit dem Rechner und dem Jahr 2027.

Soll der Job bewusst größer werden, ist der Übergangsbereich die nächste Stufe. Zwischen 603,01 und 2.000 Euro fallen reduzierte Sozialabgaben an, und die Beschäftigung ist voll sozialversichert. Welche Variante sich lohnt, zeigen Minijob- und Midijob-Rechner im direkten Vergleich.

Passende Rechner

Häufige Fragen: Mindestlohn-Rechner

Warum bleibt die Stundenzahl im Minijob trotz höherem Mindestlohn fast gleich? expand_more
Die Minijob-Grenze ist dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt: Mindestlohn mal 130 durch 3, aufgerundet. Steigt der Mindestlohn, steigt die Grenze mit. Deshalb liegen die maximalen Stunden 2025, 2026 und 2027 jeweils bei gut 43 Stunden im Monat, also rund zehn Stunden pro Woche.
Was passiert, wenn mein Minijob-Lohn über 603 Euro steigt? expand_more
Dann ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern fällt in den Übergangsbereich, der 2026 bis 2.000 Euro im Monat reicht. Sie zahlen dort reduzierte Sozialversicherungsbeiträge, die mit dem Verdienst langsam ansteigen. Den genauen Abzug zeigt der Midijob-Rechner.
Kann ich Stunden im Minijob über mehrere Monate verteilen? expand_more
Entscheidend ist der regelmäßige Verdienst im Monat. Schwanken die Stunden, wird in der Praxis häufig auf das ganze Jahr geschaut: Zwölfmal 603 Euro ergeben 2026 einen Jahresrahmen von 7.236 Euro. Klären Sie die genaue Verteilung vorab mit Ihrem Arbeitgeber.

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