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Kaufnebenkosten berechnen — Formel, Beispiel und Rechner

Die Kaufnebenkosten berechnen Sie, indem Sie Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten und eine mögliche Maklerprovision auf den Kaufpreis addieren. Zusammen ergeben diese Posten je nach Bundesland und Provision rund sieben bis fünfzehn Prozent des Kaufpreises — ein Betrag, den Banken meist als Eigenkapital voraussetzen.

3.57 %
0 % (privat)7,14 %

Kaufnebenkosten gesamt

31.745 €

Nebenkostenquote

9,1 %

Mindest-Eigenkapital

31.745 €

Finanzierungsbedarf

350.000 €

Kaufpreis350.000 €
Grunderwerbsteuer (3.5 %)12.250 €
Notarkosten (1.5 %)5.250 €
Grundbuchkosten (0.5 %)1.750 €
Makler (3.57 %)12.495 €
Nebenkosten gesamt31.745 €
Gesamtkosten381.745 €

Eigenkapital-Check

Eigenkapitalbedarf (= Nebenkosten)31.745 €
Vorhandenes Eigenkapital50.000 €
Differenz18.255 € Überschuss

Banken erwarten in der Regel, dass Kaufnebenkosten aus Eigenkapital gedeckt werden.

Grunderwerbsteuersätze Stand 2026. Notar- und Grundbuchkosten sind Richtwerte nach GNotKG. Tatsächliche Kosten können abweichen.

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Formel

Die Kaufnebenkosten sind die Summe aus Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten und Maklerprovision. Jeder Posten wird als Prozentsatz auf den Kaufpreis gerechnet, addiert ergeben sie die gesamten Nebenkosten. Die Nebenkostenquote ist dieser Betrag geteilt durch den Kaufpreis.

N = K · (g + n + b + m)

N
Kaufnebenkosten gesamt in Euro
K
Kaufpreis der Immobilie in Euro
g
Grunderwerbsteuersatz des Bundeslands (3,5–6,5 %)
n
Notarkosten, rund 1,5 %
b
Grundbuchkosten, rund 0,5 %
m
Maklerprovision für Käufer, oft 3,57 %

Rechenbeispiel: 350.000 Euro Kaufpreis in Bayern

  1. 1

    Grunderwerbsteuer in Bayern (3,5 %): 350.000 × 0,035

    = 12.250 EUR

  2. 2

    Notarkosten (1,5 %): 350.000 × 0,015

    = 5.250 EUR

  3. 3

    Grundbuchkosten (0,5 %): 350.000 × 0,005

    = 1.750 EUR

  4. 4

    Maklerprovision Käuferanteil (3,57 %): 350.000 × 0,0357

    = 12.495 EUR

  5. 5

    Alle Posten addieren: 12.250 + 5.250 + 1.750 + 12.495

    = 31.745 EUR

Bei 350.000 Euro Kaufpreis in Bayern fallen rund 31.745 Euro Kaufnebenkosten an — das entspricht einer Nebenkostenquote von etwa 9,1 Prozent. Diese Summe sollten Sie als Eigenkapital bereithalten, denn Banken finanzieren meist nur den Kaufpreis selbst.

Typische Fehler

errorNur mit dem Kaufpreis kalkuliert und die Nebenkosten vergessen

Planen Sie von Anfang an sieben bis fünfzehn Prozent des Kaufpreises zusätzlich ein. Wer nur den reinen Kaufpreis finanziert, steht bei der Notarrechnung ohne Puffer da und muss teuer nachfinanzieren.

errorFalschen Grunderwerbsteuersatz verwendet

Der Satz hängt vom Bundesland der Immobilie ab, nicht von Ihrem Wohnort. Wählen Sie im Rechner das Bundesland, in dem das Objekt liegt, denn zwischen 3,5 und 6,5 Prozent liegen bei 350.000 Euro über 10.000 Euro.

errorVolle Maklerprovision angesetzt, obwohl der Verkäufer den Makler beauftragt hat

Seit Dezember 2020 trägt der Käufer höchstens die Hälfte der Provision. Prüfen Sie, wer den Makler beauftragt hat, und setzen Sie bei Privatverkäufen die Provision auf null Prozent.

Warum die Nebenkosten über die Finanzierung entscheiden

Beim Immobilienkauf steht der Kaufpreis im Exposé — die eigentliche Hürde sind aber oft die Nebenkosten, die niemand im Schaufenster sieht. Sie summieren sich aus vier Posten und werden alle als Prozentsatz auf den Kaufpreis berechnet: der Grunderwerbsteuer, den Notarkosten, den Grundbuchkosten und der Maklerprovision. Bei einer Immobilie für 350.000 Euro landen so schnell über 30.000 Euro zusätzlich auf der Rechnung, die separat und größtenteils aus eigener Tasche zu tragen sind.

Der größte Brocken ist die Grunderwerbsteuer. Sie ist Ländersache und reicht von 3,5 Prozent in Bayern bis zu 6,5 Prozent in Ländern wie Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg. Allein zwischen diesen beiden Extremen liegen bei unserem Beispielpreis rund 10.500 Euro Unterschied — der Standort der Immobilie wirkt sich also direkt auf Ihr Budget aus. Wie sich dieser eine Posten isoliert berechnet, zeigt der Grunderwerbsteuer-Rechner im Detail.

Notar- und Grundbuchkosten sind dagegen bundesweit gesetzlich geregelt und liegen zusammen bei rund zwei Prozent. Sie decken die Beurkundung des Kaufvertrags, die Auflassungsvormerkung und die Eintragung als neuer Eigentümer ab. Verhandeln lässt sich hier nichts, weshalb diese Posten als feste Größe in jede Kalkulation gehören. Eine genaue Aufschlüsselung liefert der Notarkosten-Rechner.

Die Maklerprovision ist der einzige Posten mit echtem Spielraum. Seit Ende 2020 gilt: Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf er höchstens die Hälfte der Provision auf den Käufer abwälzen — in der Praxis meist 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Bei Privatverkäufen entfällt die Provision ganz. Entscheidend für die Finanzierung ist am Ende die Eigenkapital-Frage: Weil Banken die Nebenkosten selten mitfinanzieren, sollten Sie diese Summe fest zurücklegen und mit dem Eigenkapital-Hauskauf-Rechner prüfen, ob Ihre Rücklagen ausreichen.

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Häufige Fragen: Nebenkosten Immobilie Rechner

Wie viel Prozent Nebenkosten sind beim Immobilienkauf realistisch? expand_more
Je nach Bundesland und Maklerprovision liegen die Kaufnebenkosten zwischen etwa sieben und fünfzehn Prozent des Kaufpreises. Ohne Makler bleibt der Wert im unteren Bereich, mit Makler und hoher Grunderwerbsteuer erreicht er das obere Ende.
Warum verlangen Banken, dass ich die Nebenkosten selbst zahle? expand_more
Die Nebenkosten schaffen keinen Gegenwert, den die Bank verwerten könnte — anders als die Immobilie selbst. Deshalb finanzieren die meisten Banken nur den Kaufpreis und setzen voraus, dass Sie zumindest die Nebenkosten aus Eigenkapital bestreiten.
Lässt sich bei den Kaufnebenkosten sparen? expand_more
Am größten ist der Hebel bei der Maklerprovision, die sich manchmal verhandeln lässt oder bei Privatkäufen ganz entfällt. Auch mitverkauftes Inventar wie eine Einbauküche kann separat ausgewiesen die Grunderwerbsteuer geringfügig senken.
Gehört die Grunderwerbsteuer zu den Nebenkosten? expand_more
Ja, die Grunderwerbsteuer ist mit 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten. Sie wird einmalig nach dem Kauf fällig und ist Voraussetzung für die Eintragung ins Grundbuch.

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