Pflastersteine pro m² und Unterbau richtig berechnen
Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik
Pflastersteine je Quadratmeter berechnen Sie als 1 geteilt durch Steinlänge plus Fuge mal Steinbreite plus Fuge. Bei 20 × 10 Zentimetern und 4 Millimetern Fuge sind das 47,13 Steine. Für eine Terrasse von 24 Quadratmetern brauchen Sie mit Verschnitt 1.188 Steine, 1,73 Tonnen Splitt und 9,6 Tonnen Schotter.
Üblich 3 bis 5 mm.
Angabe des Händlers, oft 8 bis 12 m².
Üblich 3 bis 5 cm.
Zum Beispiel an der Hauswand.
Pflastersteine
1.188 Stück
47,13 je m², 25,2 m² mit Verschnitt
Fläche
24 m²
Umfang 20 m
Paletten
3
Steine ca. 3,35 t (6 cm hoch)
Splitt für die Bettung
1,73 t
0,96 m³ bei 4 cm
Schotter-Tragschicht
9,6 t
4,8 m³ verdichtet, lose 6,24 m³
Randsteine
20 Stück
20 laufende Meter
Fugensand
132 kg
Aushubtiefe
30 cm
7,2 m³ Boden
Rechenweg
- Fläche: 6 m × 4 m = 24 m², Umfang 20 m
- Steine je m²: 1 / ((20 + 0,4) cm × (10 + 0,4) cm) = 47,13 Stück
- Mit 5 % Verschnitt: 25,2 m² × 47,13 = 1188 Steine
- Paletten: 25,2 m² / 10 m² = 3
- Bettung 4 cm Splitt: 0,96 m³ ≈ 1,73 t
- Tragschicht 20 cm: 4,8 m³ verdichtet ≈ 9,6 t (lose 6,24 m³)
- Randsteine: (20 m − 0 m) / 1 m = 20 Stück
Schichtdicken sind Richtwerte. Bei lehmigem Boden, Frostgefahr oder schwerem Verkehr die Tragschicht verstärken und beim Fachhandel nachfragen.
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Formel
Teilen Sie 10.000 durch das Produkt aus Steinlänge plus Fuge und Steinbreite plus Fuge, alles in Zentimetern. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit der Fläche samt Verschnitt. Splitt und Schotter ergeben sich aus Fläche mal Schichtdicke, die Randsteine aus der Randlänge geteilt durch die Länge eines Randsteins.
Steine je m² = 10.000 / ((L + F) × (B + F)); Steine = aufrunden(Fläche × (1 + Verschnitt) × Steine je m²)
- L, B
- Länge und Breite des Steins in Zentimetern
- F
- Fugenbreite in Zentimetern, bei Betonpflaster 0,3 bis 0,5
- Verschnitt
- Zuschlag für Schnitte am Rand, Rechteck 5, L-Form 7, Kreis 15 Prozent
Rechenbeispiel: Terrasse 6 × 4 Meter, Rechteckpflaster 20 × 10 cm, 4 mm Fuge, eine lange Seite am Haus
- 1
Fläche: 6 m mal 4 m
= 24 m²
- 2
Steine je m²: 10.000 geteilt durch 20,4 cm mal 10,4 cm
= 47,13 Steine
- 3
Fläche mit 5 Prozent Verschnitt mal Steine je m², aufgerundet
= 1.188 Steine
- 4
Paletten bei 10 m² je Palette, aufgerundet
= 3 Paletten
- 5
Bettung aus Splitt, 4 cm dick
= 0,96 m³ oder 1,73 t
- 6
Tragschicht aus Schotter, 20 cm dick, verdichtet
= 4,8 m³ oder 9,6 t
- 7
Schotter lose bestellen, Verdichtungszuschlag eingerechnet
= 6,24 m³
- 8
Randsteine: 20 m Umfang minus 6 m an der Hauswand, je Stein 1 m
= 14 Randsteine
Für die Terrasse bestellen Sie 1.188 Steine auf 3 Paletten, 1,73 Tonnen Splitt, 6,24 Kubikmeter losen Schotter und 14 Randsteine. Ausgehoben werden 30 Zentimeter, das sind 7,2 Kubikmeter Erde.
Typische Fehler
errorDie Steinzahl ohne Fuge berechnen
Ohne Fuge passen rechnerisch 50 Steine 20 × 10 auf einen Quadratmeter, mit 4 Millimetern Fuge nur 47,13. Für die Terrasse von 24 Quadratmetern ergäben sich so 1.260 statt 1.188 Steine, also 72 Steine oder gut eineinhalb Quadratmeter Pflaster zu viel.
errorSchotter nach dem verdichteten Volumen bestellen
Beim Abrütteln sackt der Schotter um rund ein Viertel zusammen. Bestellen Sie deshalb das lose Volumen, im Beispiel 6,24 statt 4,8 Kubikmeter, sonst fehlen nach dem Verdichten mehrere Zentimeter Tragschicht.
Warum der Unterbau mehr wiegt als das Pflaster
Wer eine Terrasse plant, denkt zuerst an die Steine. Mengenmäßig ist der Unterbau aber der größere Posten. Im Beispiel wiegen die Steine rund 3,35 Tonnen, Splitt und Schotter zusammen über 11 Tonnen. Die Tragschicht trägt die Last und leitet Wasser ab, die Bettung gleicht kleine Höhenunterschiede aus und gibt jedem Stein ein festes Lager. Ist eine der beiden Schichten zu dünn, sacken einzelne Steine ab, und es entstehen Pfützen oder Stolperkanten.
Die Schichtdicken im Rechner sind Richtwerte aus Hersteller- und Fachhandelsangaben, keine Norm. Bei lehmigem Boden, Hanglage oder Flächen, die stark durchfrieren, ist mehr Tragschicht sinnvoll. Für eine PKW-Zufahrt gleicher Größe steigt der Schotter auf 30 Zentimeter, der Aushub auf 42 Zentimeter. Dazu gehören auch 8 statt 6 Zentimeter hohe Steine.
Sonderfälle bei Form und Rand
Bei L-förmigen Flächen zerlegen Sie die Fläche in zwei Rechtecke und rechnen mit 7 Prozent Verschnitt, bei runden Flächen mit 15 Prozent, weil am Rand fast jeder Stein geschnitten wird. Für die Randsteine zählt nur die Länge, an der wirklich ein Abschluss fehlt. Grenzt die Fläche an eine Hauswand, eine Mauer oder einen vorhandenen Bordstein, ziehen Sie diese Länge ab. Die Randsteine selbst setzen Sie in ein Betonbett mit Rückenstütze; dessen Menge liefert der Betonrechner.
Bei der Bestellung lohnt ein Blick auf die Palette. Wie viele Quadratmeter darauf liegen, hängt vom Stein ab und schwankt typischerweise zwischen 8 und 12 Quadratmetern. Der Rechner nimmt 10 Quadratmeter an; tragen Sie die Angabe Ihres Händlers ein, denn angebrochene Paletten werden oft wie volle berechnet. Bestellen Sie alle Steine aus einer Charge, weil Farbe und Oberfläche zwischen zwei Produktionen sichtbar abweichen können. Ein paar Steine Reserve helfen später, wenn einzelne Steine nach Jahren ersetzt werden müssen, etwa nach Arbeiten an einer Leitung unter der Fläche.