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Photovoltaik berechnen — Ertrag, Kosten & Amortisation ermitteln

Photovoltaik berechnen: Ermitteln Sie in wenigen Schritten, wie viel Strom Ihre PV-Anlage erzeugt, welche Kosten und Erträge zu erwarten sind und wie sich die Investition einordnen lässt.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: Photovoltaik-Rechner erklärt
4.000 kWh
1.000 kWh15.000 kWh
40
10 m²200 m²
30°
0° (flach)60° (steil)

Automatisch: 5,7 kWp × 1300 €/kWp

Batteriespeicher

Erhöht den Eigenverbrauch deutlich

Empfohlene Anlagengröße

5,7 kWp

Erwarteter Jahresertrag

5.714 kWh

Jährliche Ersparnis

850 €

Amortisationszeit

8,7 Jahre

Eigenverbrauchsquote24 %
Autarkiegrad35 %
Eigenverbrauch1.388 kWh/Jahr
Eingespeister Strom4.327 kWh/Jahr
Einspeisevergütung350 €/Jahr
Geschätzte Anlagenkosten7.429 €
Ersparnis über 25 Jahre13.822 €

Orientierungswerte auf Basis von Durchschnittsdaten für Deutschland. Tatsächliche Erträge hängen von Standort, Verschattung, Modultyp und Wetterbedingungen ab.

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So bedienen Sie den Photovoltaik-Rechner

  1. Stromverbrauch eingeben — Tragen Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden ein. Den Wert finden Sie auf Ihrer letzten Stromabrechnung. Ein deutscher Durchschnittshaushalt verbraucht rund 3.500 bis 4.500 kWh pro Jahr. Familien mit Elektroauto oder Wärmepumpe liegen deutlich darüber.

  2. Dachfläche und Ausrichtung einstellen — Geben Sie die verfügbare Dachfläche in Quadratmetern an und wählen Sie die Ausrichtung Ihres Dachs. Süddächer liefern häufig höhere Erträge, Ost-West-Dächer verteilen die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag. Stellen Sie zusätzlich die Dachneigung ein — häufig gelten rund 30° bei Südausrichtung als günstiger Referenzwert.

  3. Speicher optional aktivieren — Wenn Sie einen Batteriespeicher in Betracht ziehen, aktivieren Sie den Toggle und stellen Sie die gewünschte Kapazität ein. Der Rechner zeigt Ihnen sofort, wie sich Eigenverbrauch und Amortisation mit Speicher verändern.

  4. Ergebnisse ablesen — Der Rechner zeigt eine orientierende Anlagengröße in kWp, den erwarteten Jahresertrag, eine rechnerische Kostenentlastung pro Jahr und die Amortisationszeit. In der Detailtabelle finden Sie zusätzlich Eigenverbrauchsquote, Autarkiegrad und eine Langfristbetrachtung über 25 Jahre.

Photovoltaik berechnen — so funktioniert die Berechnung

Wenn Sie Ihre Photovoltaik berechnen möchten, sind drei Faktoren entscheidend: die Größe der Anlage, der erwartete Ertrag und der Anteil des Stroms, den Sie selbst nutzen. Unser Rechner verbindet diese Faktoren zu einem Gesamtbild.

Die Anlagengröße ergibt sich aus der verfügbaren Dachfläche. Pro Kilowatt Peak (kWp) Leistung benötigen Sie etwa 7 Quadratmeter Dachfläche mit modernen Modulen. Ein typisches Einfamilienhaus mit 35 bis 50 m² nutzbarer Dachfläche kommt auf eine Anlage von 5 bis 7 kWp.

Der Jahresertrag hängt vom Standort, der Dachausrichtung und der Neigung ab. In Deutschland erzeugt eine optimal nach Süden ausgerichtete Anlage mit 30° Neigung etwa 950 bis 1.050 kWh pro kWp und Jahr. Ost-West-Ausrichtungen liefern rund 15 % weniger, verteilen die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag — was den Eigenverbrauch begünstigen kann.

Der Eigenverbrauch bestimmt maßgeblich die Wirtschaftlichkeit. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen statt aus dem Netz zu beziehen, spart Ihnen den vollen Strompreis. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und mit der deutlich niedrigeren Einspeisevergütung vergütet. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote typischerweise bei 25 bis 35 %. Mit einem Batteriespeicher steigt sie auf 50 bis 70 %.

Der Photovoltaik-Rechner berechnet Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit Ihrer geplanten Solaranlage auf Basis von Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und aktuellem Strompreis. So können Sie Ihre Photovoltaik berechnen und die Investition für Ihr Gebäude sachlich einordnen. Die Amortisationszeit zeigt, wann sich die anfänglichen Kosten rechnerisch ausgleichen können.

3 Hinweise zur Photovoltaik-Anlage

  • Eigenverbrauch einordnen: Wenn Waschmaschine, Spülmaschine oder Wallbox tagsüber laufen, steigt der direkt genutzte Solarstromanteil.
  • Anlagengröße sachlich einordnen: Größere Anlagen speisen mehr Überschussstrom ein, benötigen aber auch mehr Investition und passende Dachfläche.
  • Speicher differenziert betrachten: Ein Batteriespeicher kann vor allem dann relevant sein, wenn tagsüber wenig Strom direkt genutzt wird und Verbrauch in die Abendstunden fällt.

Was eine Anlage in Deutschland liefert

Je Kilowattpeak installierter Leistung sind 900 bis 1.100 Kilowattstunden im Jahr realistisch. Im Süden liegt der Wert höher als im Norden, der Unterschied beträgt rund 15 Prozent.

Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit grob 9.000 bis 11.000 Kilowattstunden — deutlich mehr, als ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht. Der Überschuss geht ins Netz.

Ausrichtung und Neigung

Optimal ist Süd bei 30 bis 35 Grad Neigung. Abweichungen kosten weniger, als viele annehmen: Südost oder Südwest bringen noch rund 95 Prozent, reine Ost-West-Ausrichtung etwa 80 bis 85.

Bei Ost-West verteilt sich die Erzeugung auf Morgen und Abend statt sich mittags zu bündeln. Für den Eigenverbrauch ist das oft die bessere Verteilung — und auf begrenzter Dachfläche passen mehr Module.

Verschattung wirkt überproportional

Ein Schornstein oder Baum, der nur einen Teil eines Moduls verschattet, senkt dessen Leistung stark — Zellen sind in Strängen verschaltet, und der schwächste Punkt begrenzt den Strang.

Leistungsoptimierer oder Modulwechselrichter begrenzen den Schaden auf das betroffene Modul. Bei teilverschatteten Dächern sind sie ihren Aufpreis fast immer wert.

Die Anlagengröße folgt dem Dach, nicht dem Verbrauch

Früher wurde nach Eigenverbrauch dimensioniert. Da die Einspeisevergütung heute niedrig ist, aber Modulpreise ebenfalls, lohnt es sich meist, die verfügbare Fläche zu füllen.

Zusätzliche Module kosten anteilig wenig, weil Gerüst, Wechselrichter und Montage nur einmal anfallen. Und künftige Verbraucher — Wärmepumpe, Wallbox — lassen sich später nicht auf ein zu klein gebautes Dach nachrüsten.

Eigenverbrauch ist der Ertragshebel

Selbst genutzter Strom ersetzt Netzbezug zu rund 30 Cent. Eingespeister Strom bringt deutlich weniger.

Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote typischerweise bei 25 bis 35 Prozent, mit Speicher bei 55 bis 70. Wer Wärmepumpe und Wallbox einbindet, kommt auch ohne Speicher deutlich höher.

Was vor der Montage geklärt gehört

Statik des Dachs, Zustand der Eindeckung, Alter des Zählerschranks und der Netzanschluss. Ein Dach, das in fünf Jahren neu gedeckt werden muss, sollte vorher saniert werden — der Abbau und Wiederaufbau der Anlage kostet sonst zusätzlich.

Ebenso der Blick auf den Zählerschrank: Ältere Anlagen erfüllen die heutigen Anforderungen oft nicht und müssen getauscht werden. Das gehört in die Angebotsprüfung, nicht in die Schlussrechnung.

Photovoltaik richtig planen

  1. 01 Eigenverbrauch einordnen: Wenn Waschmaschine, Spülmaschine oder Wallbox tagsüber laufen, steigt der direkt genutzte Solarstromanteil.
  2. 02 Anlagengröße sachlich einordnen: Überschüssiger Strom wird eingespeist, größere Anlagen benötigen aber auch mehr Investition und passende Dachfläche.
  3. 03 Speicher differenziert einordnen: Ein Batteriespeicher kann besonders relevant sein, wenn tagsüber wenig Strom direkt genutzt wird und Verbrauch in die Abendstunden fällt.

Häufige Fragen zur PV-Auslegung

Wie viel kWp brauche ich für mein Haus? expand_more
Als Faustregel gilt: Pro 1.000 kWh Jahresverbrauch benötigen Sie etwa 1 kWp Anlagenleistung. Ein Durchschnittshaushalt mit 4.000 kWh kommt mit einer 4–6 kWp-Anlage aus.
Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026? expand_more
Eine schlüsselfertige PV-Anlage ohne Speicher kostet aktuell ca. 1.200–1.400 € pro kWp. Eine 10-kWp-Anlage liegt damit bei 12.000–14.000 €. Mit Batteriespeicher kommen 600–1.000 € pro kWh Speicherkapazität hinzu.
Wie lässt sich die Amortisationszeit einer PV-Anlage einordnen? expand_more
Bei aktuellen Strompreisen und Einspeisevergütung liegt die rechnerische Amortisationszeit häufig bei 8–12 Jahren. Der genaue Wert hängt unter anderem von Eigenverbrauch, Investitionskosten und Preisentwicklung ab.
Wie lässt sich ein Batteriespeicher einordnen? expand_more
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch oft von rund 30 % auf deutlich höhere Werte. Wie stark sich das auf die Gesamtrechnung auswirkt, hängt von Speicherkosten und Verbrauchsprofil ab.
Wie berechne ich den Ertrag meiner Photovoltaikanlage? expand_more
Der Ertrag hängt von der Anlagengröße (kWp), dem Standort, der Dachausrichtung und der Dachneigung ab. In Deutschland erzeugt eine optimal ausgerichtete Anlage ca. 950–1.050 kWh pro kWp und Jahr.
Was bedeutet Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad? expand_more
Die Eigenverbrauchsquote gibt an, wie viel des erzeugten Solarstroms Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad zeigt, welchen Anteil Ihres Gesamtverbrauchs Sie mit der PV-Anlage decken. Beide Werte steigen mit einem Batteriespeicher.

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