PV-Ertrag berechnen — Formel, Beispiel und Rechner
Den Jahresertrag einer Photovoltaikanlage berechnen Sie, indem Sie die installierte Leistung in Kilowatt-Peak mit dem spezifischen Jahresertrag Ihres Standorts multiplizieren. In Deutschland liegt dieser bei rund 900 bis 1.050 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak, abhängig von Dachausrichtung, Neigung und Verschattung.
Automatisch: 5,7 kWp × 1300 €/kWp
Batteriespeicher
Erhöht den Eigenverbrauch deutlich
Empfohlene Anlagengröße
5,7 kWp
Erwarteter Jahresertrag
5.714 kWh
Jährliche Ersparnis
850 €
Amortisationszeit
8,7 Jahre
Orientierungswerte auf Basis von Durchschnittsdaten für Deutschland. Tatsächliche Erträge hängen von Standort, Verschattung, Modultyp und Wetterbedingungen ab.
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Formel
Der Jahresertrag ergibt sich aus der installierten Anlagenleistung in Kilowatt-Peak multipliziert mit dem spezifischen Jahresertrag in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak. Die Leistung schätzen Sie grob über die Dachfläche geteilt durch sieben Quadratmeter pro Kilowatt-Peak.
E = P · e
- E
- Jahresertrag in Kilowattstunden
- P
- installierte Leistung in Kilowatt-Peak (kWp)
- e
- spezifischer Jahresertrag in kWh je kWp
Rechenbeispiel: 42 m² Süddach, 30° Neigung
- 1
Anlagenleistung aus der Dachfläche: 42 m² ÷ 7
= 6,0 kWp
- 2
Spezifischen Ertrag für Süd/30° ansetzen: 1.000 kWh/kWp
- 3
Jahresertrag berechnen: 6,0 kWp × 1.000
= 6.000 kWh pro Jahr
- 4
Eigenverbrauch ohne Speicher bei 4.000 kWh Bedarf, Quote rund 22 %
= ca. 1.350 kWh selbst genutzt
- 5
Ersparnis durch Eigenverbrauch bei 36 ct: 1.350 × 36 ct
= rund 486 EUR pro Jahr
Eine 6-kWp-Anlage auf einem Süddach mit 30 Grad Neigung erzeugt etwa 6.000 Kilowattstunden im Jahr. Ohne Speicher nutzt ein Haushalt mit 4.000 kWh Bedarf davon rund 1.350 Kilowattstunden selbst und spart so etwa 486 EUR — den restlichen Strom speist er zur Einspeisevergütung ein.
Typische Fehler
errorNennleistung der Module mit dem Jahresertrag verwechselt
Kilowatt-Peak ist die Leistung unter Standard-Testbedingungen, nicht die Jahresmenge. Erst die Multiplikation mit dem spezifischen Ertrag ergibt die tatsächlich erzeugten Kilowattstunden pro Jahr. Beides zu verwechseln unterschätzt den Ertrag um das Rund-Tausendfache.
errorVollen Ertrag mit dem Strompreis bewertet
Nur der selbst verbrauchte Strom spart den vollen Bezugspreis. Der eingespeiste Überschuss wird mit der deutlich niedrigeren Einspeisevergütung vergütet. Rechnen Sie beide Anteile getrennt, sonst fällt die Wirtschaftlichkeit zu optimistisch aus.
Vom Dach zum Jahresertrag: die drei Stellschrauben
Der Ertrag einer Photovoltaikanlage lässt sich mit einer erstaunlich einfachen Grundrechnung abschätzen, sobald man zwei Größen kennt: die installierte Leistung und den spezifischen Ertrag des Standorts. Die Leistung in Kilowatt-Peak beschreibt, was die Module unter Standardbedingungen liefern könnten. Der spezifische Ertrag übersetzt diese Nennleistung in die tatsächlich über ein Jahr erzeugte Strommenge und bündelt dabei Sonnenscheindauer, Ausrichtung, Neigung und Verschattung in einer einzigen Zahl.
Die verfügbare Dachfläche gibt den ersten Anhaltspunkt für die Anlagengröße. Mit heutigen Modulen brauchen Sie etwa sieben Quadratmeter je Kilowatt-Peak, ein durchschnittliches Einfamilienhausdach trägt also rund sechs bis sieben Kilowatt-Peak. Ausrichtung und Neigung entscheiden anschließend über den spezifischen Ertrag: Eine nach Süden geneigte Fläche mit etwa 30 Grad liefert die höchsten Werte, während Ost-West-Dächer rund fünfzehn Prozent weniger, dafür gleichmäßiger über den Tag erzeugen.
Für die Wirtschaftlichkeit zählt allerdings nicht der Ertrag allein, sondern der Anteil, den Sie selbst verbrauchen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis, während der eingespeiste Überschuss nur die niedrigere Einspeisevergütung bringt. Wer den eigenen Verbrauch einordnen möchte, findet mit dem Stromkostenrechner den passenden Ausgangswert für die Auslegung der Anlage.
Ein Batteriespeicher kann die Eigenverbrauchsquote von rund einem Fünftel auf über die Hälfte anheben, verursacht aber zusätzliche Kosten. Ob sich das im Einzelfall lohnt, lässt sich mit dem PV-Speicher-Rechner durchspielen, bevor Sie sich für eine Speichergröße entscheiden.
Auch Ausrichtung und Dachneigung verändern den Ertrag spürbar: Eine Südausrichtung mit rund 30 Grad Neigung gilt als Optimum, Ost-West-Anlagen liefern etwas weniger Gesamtertrag, verteilen ihn aber gleichmäßiger über den Tag — günstig für den Eigenverbrauch.
Passende Rechner
Häufige Fragen: Photovoltaik-Rechner
Wie viel Fläche brauche ich pro Kilowatt-Peak? expand_more
Wie stark mindert eine Ost-West-Ausrichtung den Ertrag? expand_more
Was bedeutet der spezifische Ertrag in kWh pro kWp? expand_more
Wie wirkt sich Verschattung auf die Berechnung aus? expand_more
Verwandte Rechner
Verwandte Begriffe
Amortisationszeit
Der Zeitraum, bis eine Investition über jährliche Einsparungen und Erträge ihre Anschaffungskosten wieder eingespielt hat. Bei Photovoltaik-Anlagen ist sie eine zentrale Kennzahl der Wirtschaftlichkeit.
Autarkiegrad
Der Anteil des gesamten Stromverbrauchs, der durch die eigene Photovoltaik-Anlage gedeckt werden kann.
Eigenverbrauch
Der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Haushalt oder Gebäude genutzt wird.
Einspeisevergütung
Die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierte Vergütung je Kilowattstunde für Solarstrom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Sie ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre fest.