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Satz des Pythagoras — Hypotenuse und Kathete berechnen

Der Satz des Pythagoras gilt in jedem rechtwinkligen Dreieck. Die Summe der Quadrate über den beiden Katheten ist genauso groß wie das Quadrat über der Hypotenuse. Aus zwei bekannten Seiten lässt sich damit immer die dritte bestimmen, sofern der rechte Winkel gesichert ist.

a = 3b = 4c = 5

Gesuchte Seite (c)

5

Fläche

6 FE²

Umfang

12 FE

Höhe auf c

2,4 FE

Rechenweg
Satz des Pythagoras

c² = a² + b²

Einsetzen

c² = 3² + 4²

Quadrieren

c² = 9 + 16

Summe

c² = 25

Wurzel ziehen

c = √25 = 5

Satz des Pythagoras

a² + b² = c²

In einem rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem Hypotenusenquadrat.

a, bKatheten
cHypotenuse
90°Rechter Winkel

FE = Flächeneinheiten bzw. Längeneinheiten. Der Satz des Pythagoras gilt nur für rechtwinklige Dreiecke.

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Formel

Das Quadrat der ersten Kathete plus das Quadrat der zweiten Kathete ergibt das Quadrat der Hypotenuse. Für eine gesuchte Kathete ziehen Sie das Quadrat der bekannten Kathete vom Quadrat der Hypotenuse ab und wurzeln das Ergebnis.

a² + b² = c²

a
erste Kathete, liegt am rechten Winkel an
b
zweite Kathete, liegt am rechten Winkel an
c
Hypotenuse, liegt dem rechten Winkel gegenüber

Rechenbeispiel: Dreieck mit den Katheten 3 und 4

  1. 1

    Katheten quadrieren: 3 zum Quadrat ergibt 9, 4 zum Quadrat ergibt 16

  2. 2

    Quadrate addieren: 9 plus 16

    = 25

  3. 3

    Wurzel ziehen, um die Hypotenuse zu erhalten

    = 5

Das Dreieck mit den Katheten 3 und 4 hat die Hypotenuse 5. Diese Zahlenkombination ist das bekannteste pythagoreische Tripel und eignet sich gut zur Kontrolle eigener Rechnungen.

Typische Fehler

errorHypotenuse mit einer Kathete verwechselt

Die Hypotenuse ist immer die längste Seite und liegt dem rechten Winkel gegenüber. Wer sie versehentlich als Kathete einsetzt, addiert statt zu subtrahieren und erhält ein zu großes Ergebnis. Prüfen Sie deshalb zuerst, wo der rechte Winkel liegt.

errorSatz auf ein nicht rechtwinkliges Dreieck angewendet

Der Satz des Pythagoras gilt ausschließlich bei einem Winkel von genau neunzig Grad. In allgemeinen Dreiecken brauchen Sie stattdessen den Kosinussatz. Bei gemessenen Objekten lohnt es sich, den rechten Winkel vorher zu prüfen statt ihn anzunehmen.

errorWurzel am Ende vergessen

Die Formel liefert zunächst das Quadrat der gesuchten Seite, nicht die Seite selbst. Wer bei 25 stehen bleibt, notiert eine Länge, die fünfmal zu groß ist. Der letzte Schritt ist immer das Ziehen der Quadratwurzel aus dem Zwischenergebnis.

Der meistgenutzte Satz der Geometrie

Kaum eine mathematische Aussage begegnet Ihnen im Alltag so oft wie der Satz des Pythagoras — meist ohne dass er beim Namen genannt wird. Immer wenn eine Diagonale, eine Schräge oder ein Abstand gesucht ist und zwei senkrecht zueinander stehende Strecken bekannt sind, steckt er dahinter. Der Rechner nimmt Ihnen dabei das Quadrieren und Wurzelziehen ab.

Die Bedingung ist streng, aber einfach zu prüfen: Das Dreieck muss einen rechten Winkel haben. Die beiden Seiten, die diesen Winkel einschließen, heißen Katheten. Die dritte Seite liegt dem rechten Winkel gegenüber, heißt Hypotenuse und ist immer die längste. Aus zwei dieser drei Längen folgt die dritte eindeutig.

Vom Schulbuch auf die Baustelle

Besonders praktisch ist die Umkehrung des Satzes. Sie erlaubt, einen rechten Winkel allein durch Messen herzustellen, ohne Winkelmesser oder Anschlagwinkel. Die Kombination drei, vier, fünf ist dafür seit Jahrtausenden im Gebrauch: Wer diese drei Längen als Dreieck absteckt, hat garantiert einen rechten Winkel. Beim Anlegen von Fundamenten, Terrassen oder Beeten ist das die verlässlichste Methode.

Ebenso häufig gebraucht wird die Diagonale. Ob ein Sofa durch einen Türrahmen passt, wie lang ein Kabel für die diagonale Verlegung sein muss oder welche Bildschirmgröße hinter einer Zollangabe steckt — all das sind Anwendungen desselben Prinzips. Bei der Bildschirmdiagonale rechnet man üblicherweise rückwärts: Aus Diagonale und Seitenverhältnis ergeben sich Breite und Höhe.

Wichtig bleibt in allen Fällen die Vorprüfung. Der Satz liefert immer ein Ergebnis, auch wenn gar kein rechter Winkel vorliegt — es ist dann nur falsch. Bei realen Objekten mit gemessenen Werten lohnt sich deshalb der zusätzliche Blick, ob die Voraussetzung tatsächlich erfüllt ist.

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Häufige Fragen: Pythagoras Rechner

Wie prüfe ich mit dem Satz, ob ein Winkel wirklich rechtwinklig ist? expand_more
Messen Sie alle drei Seiten und setzen Sie sie in die Formel ein. Stimmen beide Seiten der Gleichung überein, ist der Winkel rechtwinklig. Am Bau nutzt man dafür die Maße drei, vier und fünf Meter, um eine Ecke ohne Winkelmesser rechtwinklig abzustecken.
Wofür brauche ich den Satz des Pythagoras im Alltag? expand_more
Für alle Diagonalen. Ob ein Schrank um die Ecke passt, wie lang eine Leiter bei gegebenem Abstand zur Wand sein muss oder wie groß ein Fernseher mit bestimmter Bildschirmdiagonale tatsächlich ist — überall steckt ein rechtwinkliges Dreieck dahinter.
Gilt der Satz auch im Raum, also dreidimensional? expand_more
Ja, in erweiterter Form. Die Raumdiagonale eines Quaders ergibt sich aus der Summe der Quadrate aller drei Kantenlängen. Anschaulich wenden Sie den Satz zweimal an: erst in der Grundfläche, dann mit der Höhe auf die so gefundene Flächendiagonale.

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