Schwimmtempo pro 100 m: Was bedeutet eine Pace von 2:00 im Triathlon?
Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik
Wer 1.500 m in 30 Minuten schwimmt, hat eine Pace von 2:00 Minuten je 100 m. Das entspricht 0,83 m/s oder 3 km/h. Im 25-m-Becken sind das 60 Bahnen zu je 30 Sekunden. Bei gleichem Tempo dauert die Sprintdistanz 15 Minuten, die Mitteldistanz 38 Minuten und die Langdistanz 1:16 Stunden.
Pace pro 100 m
2:00 min
Geschwindigkeit
3 km/h
0,83 m/s
Bahnen
60
30 s je Bahn
Zeiten bei gleichem Tempo
| Strecke | Zeit | Bahnen 25 m / 50 m |
|---|---|---|
| 100 m | 2:00 | 4 / 2 |
| 400 m | 8:00 | 16 / 8 |
| 750 m (Sprint-Triathlon) | 15:00 | 30 / 15 |
| 1.500 m (Olympische Distanz) | 30:00 | 60 / 30 |
| 1.900 m (Mitteldistanz) | 38:00 | 76 / 38 |
| 3.800 m (Langdistanz) | 1:16:00 | 152 / 76 |
Critical Swim Speed (CSS) aus 400-m- und 200-m-Test
Rechenweg
- Pace: 30:00 ÷ 1.500 m × 100 = 2:00 min je 100 m (120 s)
- Geschwindigkeit: 1.500 m ÷ 1.800 s = 0,833 m/s = 3 km/h
- Bahnen: 1.500 m ÷ 25 m = 60 Bahnen, je Bahn 30 s
Die Hochrechnung nimmt an, dass das Tempo gleich bleibt. Über lange Strecken und im Freiwasser ohne Wende sind Zeiten meist langsamer. Für Laufstrecken gibt es den Pace-Rechner.
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Mehr Infos baldDirekt zum Tool: Schwimm-Pace-Rechner öffnen
Formel
Teilen Sie die Zeit in Sekunden durch die Strecke in Metern und multiplizieren Sie mit 100. Das Ergebnis sind Sekunden je 100 m. Für die Zeit je Bahn multiplizieren Sie die Pace mit der Beckenlänge und teilen durch 100.
Pace je 100 m = Zeit ÷ Strecke × 100; Sekunden je Bahn = Pace × Beckenlänge ÷ 100
- Zeit
- geschwommene Zeit in Sekunden
- Strecke
- geschwommene Strecke in Metern
Rechenbeispiel: 1.500 m in 30 Minuten im 25-m-Becken
- 1
Zeit in Sekunden umrechnen: 30 Minuten mal 60
= 1.800 Sekunden
- 2
Pace: Zeit geteilt durch 1.500 m, mal 100
= 120 Sekunden, also zwei Minuten je hundert Meter
- 3
Geschwindigkeit: 1.500 m geteilt durch die Sekunden, mal 3,6 für km/h
= 0,83 m/s oder 3 km/h
- 4
Bahnen im 25-m-Becken: 1.500 m geteilt durch 25 m
= 60 Bahnen
- 5
Zeit je Bahn: Pace mal 25 geteilt durch 100
= 30 Sekunden je Bahn
Die 1.500 m der Olympischen Distanz in 30 Minuten bedeuten 2:00 je 100 m und 30 Sekunden je 25-m-Bahn. Mit diesem Bahnwert lässt sich das Tempo im Training ohne Uhr am Handgelenk über die Hallenuhr kontrollieren.
Typische Fehler
errorGesamtzeit inklusive Pausen am Beckenrand gestoppt
Wer zwischen den Bahnen kurz anhält und die Uhr weiterlaufen lässt, erhält eine langsamere Pace als das tatsächliche Schwimmtempo. Für die Pace zählt die Zeit einer durchgeschwommenen Strecke oder die Summe der reinen Schwimmzeiten.
errorPace aus dem Becken direkt als Freiwasserzeit übernommen
Im Becken helfen Wenden und Abstoßen, im Freiwasser fehlen sie, dafür kosten Orientierung und Wellen Zeit. Rechnen Sie die Beckenpace als Ausgangswert und prüfen Sie Ihr Freiwassertempo vor dem Wettkampf auf einer bekannten Strecke.
Warum Schwimmer in Sekunden je Bahn denken
Im Becken ist die Pace je 100 m die Planungsgröße, im Training selbst ist es die Zeit je Bahn. Eine Pace von 2:00 je 100 m bedeutet im 25-m-Becken 30 Sekunden pro Bahn. Diese Zahl lässt sich an jeder Hallenuhr ablesen, ohne Rechnung im Kopf. Wer seine Zielpace kennt, rechnet sie einmal in Sekunden je Bahn um und kann so in jedem Intervall prüfen, ob er zu schnell angeht.
Gerade der zu schnelle Start ist der häufigste Grund, warum eine Hochrechnung nicht aufgeht. Die ersten 100 m fühlen sich leicht an, die Pace liegt deutlich unter der Zielzeit, und ab der Mitte der Strecke bricht das Tempo ein. Gleichmäßig zu schwimmen ist über 1.500 m oder mehr fast immer schneller als ein schneller Start mit anschließendem Einbruch.
Von der Beckenpace zur Triathlon-Zielzeit
Die Hochrechnung setzt gleiches Tempo über die ganze Strecke voraus. Für die Sprintdistanz über 750 m ist das bei einer Pace von 2:00 eine Zielzeit von 15 Minuten, für die Mitteldistanz über 1.900 m 38 Minuten und für die Langdistanz über 3.800 m 1:16 Stunden. Je länger die Strecke, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass das Tempo zum Ende hin nachlässt. Für eine realistische Langdistanzzeit sollten Sie deshalb eine Testzeit über mindestens 1.500 m zugrunde legen, nicht über 400 m.
Im Wettkampf kommen Faktoren hinzu, die kein Rechner kennt: Startgedränge, Strömung, Wassertemperatur und Sicht. Ein Neoprenanzug kann einen Teil dieser Verluste ausgleichen. Planen Sie Ihre Zielzeit deshalb als Spanne und nutzen Sie die Beckenpace als untere Grenze dieser Spanne.
Für die Trainingssteuerung eignet sich neben der Wettkampfpace die Schwellenpace aus dem CSS-Test. Sie liegt meist etwas schneller als das Tempo, das Sie über 1.500 m durchhalten, und dient als fester Bezugspunkt für Intervalle. Wiederholen Sie den Test nach einigen Trainingswochen, damit Ihre Bahnzeiten zum aktuellen Leistungsstand passen und Fortschritte sichtbar werden.