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Energie · Ratgeber

Stromkosten berechnen — Formel, Beispiel und Rechner

Die jährlichen Stromkosten berechnen Sie, indem Sie den Jahresverbrauch in Kilowattstunden mit dem Arbeitspreis multiplizieren und den auf zwölf Monate hochgerechneten Grundpreis addieren. Teilen Sie die Summe durch den Verbrauch, erhalten Sie den tatsächlichen Preis pro Kilowattstunde inklusive aller Fixkosten.

3.500 kWh
500 kWh10.000 kWh
32 ct/kWh
20 ct50 ct

Jahreskosten

1.240,00 €

Pro Monat

103,33 €

Pro kWh gesamt

35.4 ct

Orientierungswerte basierend auf Durchschnittsverbräuchen. Tatsächliche Kosten hängen von Preisstand, Grundpreis und Ihrem Verbrauchsprofil ab.

Direkt zum Tool: Stromkostenrechner öffnen

Formel

Die Jahreskosten ergeben sich aus dem Verbrauch in Kilowattstunden multipliziert mit dem Arbeitspreis, plus dem monatlichen Grundpreis multipliziert mit zwölf. Geteilt durch den Verbrauch ergibt das den tatsächlichen Preis pro Kilowattstunde.

K = V · a + g · 12

K
Jahreskosten in Euro
V
Jahresverbrauch in Kilowattstunden
a
Arbeitspreis in Euro pro Kilowattstunde
g
monatlicher Grundpreis in Euro

Rechenbeispiel: Haushalt mit 3.500 kWh

  1. 1

    Jahresverbrauch von der Stromrechnung ablesen: 3.500 kWh

  2. 2

    Arbeitspreis einsetzen: 3.500 kWh × 32 ct

    = 1.120,00 EUR

  3. 3

    Grundpreis aufs Jahr hochrechnen: 10 EUR × 12

    = 120,00 EUR

  4. 4

    Beide Posten addieren

    = 1.240,00 EUR pro Jahr

  5. 5

    Tatsächlicher Preis pro kWh: 1.240 ÷ 3.500

    = 35,4 ct/kWh

Bei 3.500 kWh Verbrauch, 32 Cent Arbeitspreis und 10 EUR Grundpreis zahlen Sie 1.240 EUR im Jahr — rund 103 EUR pro Monat. Der tatsächliche Kilowattstundenpreis liegt mit 35,4 Cent über dem reinen Arbeitspreis, weil der Grundpreis mitgerechnet wird.

Typische Fehler

errorNur den Arbeitspreis betrachtet, den Grundpreis vergessen

Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an und summiert sich über zwölf Monate. Rechnen Sie ihn immer hinzu, sonst erscheinen Tarife günstiger, als sie in der Jahressumme tatsächlich sind.

errorCent und Euro beim Arbeitspreis vermischt

Der Arbeitspreis steht meist in Cent pro kWh, das Ergebnis soll in Euro stehen. Teilen Sie das Produkt aus Verbrauch und Cent-Preis durch 100 — sonst liegt das Ergebnis um den Faktor 100 daneben.

Warum der tatsächliche kWh-Preis vom Arbeitspreis abweicht

Viele Haushalte vergleichen Stromtarife allein am Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Das greift zu kurz, denn jeder Vertrag besteht aus zwei Bestandteilen: dem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis und dem festen Grundpreis. Erst beide zusammen ergeben die Jahresrechnung. Der Grundpreis deckt Messstellenbetrieb und Grundgebühren ab und fällt an, egal ob Sie viel oder wenig verbrauchen.

Gerade bei niedrigem Verbrauch verschiebt der Grundpreis das Bild deutlich. Wer nur 1.500 Kilowattstunden im Jahr benötigt, verteilt dieselben 120 EUR Grundpreis auf weniger Kilowattstunden — der effektive Preis pro Kilowattstunde steigt entsprechend stärker als bei einem Vier-Personen-Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden. Ein Tarif mit niedrigem Arbeitspreis, aber hohem Grundpreis lohnt sich deshalb vor allem für Vielverbraucher.

Der zweite große Hebel ist der Verbrauch selbst. Die größten Stromfresser laufen entweder rund um die Uhr, etwa Kühl- und Gefriergeräte, oder sie ziehen kurzzeitig viel Leistung wie Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler. Wer wissen möchte, welches Gerät wie stark zu Buche schlägt, rechnet den Einzelverbrauch mit dem Stromkostenrechner für Geräte durch und setzt Prioritäten beim Austausch alter Geräte.

Sinnvoll ist außerdem, den eigenen Verbrauch einzuordnen und mögliche Eigenerzeugung mitzudenken. Wer über eine Solaranlage nachdenkt, kann mit dem Photovoltaik-Rechner abschätzen, welchen Anteil des Jahresverbrauchs eine Anlage abdecken könnte. So wird aus der reinen Kostenbetrachtung eine Grundlage für Entscheidungen — vom Tarifwechsel über den Gerätetausch bis zur eigenen Stromerzeugung.

Unterscheiden Sie bei Tarifvergleichen außerdem Grundpreis und Arbeitspreis: Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an und wiegt bei sparsamen Haushalten relativ schwer, während bei hohem Verbrauch der Arbeitspreis je Kilowattstunde den Ausschlag gibt.

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Häufige Fragen: Stromkostenrechner

Wie rechne ich Watt eines Geräts in jährliche Stromkosten um? expand_more
Multiplizieren Sie die Leistung in Watt mit den Betriebsstunden pro Jahr und teilen durch 1.000, das ergibt den Verbrauch in Kilowattstunden. Diesen multiplizieren Sie mit Ihrem Arbeitspreis pro Kilowattstunde.
Warum liegt mein Preis pro Kilowattstunde über dem Arbeitspreis im Vertrag? expand_more
Weil der feste Grundpreis auf jede verbrauchte Kilowattstunde umgelegt wird. Je weniger Sie verbrauchen, desto stärker fällt dieser Aufschlag ins Gewicht und desto höher liegt der effektive Preis pro Kilowattstunde.
Wie viel Strom verbraucht eine Person im Jahr? expand_more
Ein Single-Haushalt kommt je nach Ausstattung auf etwa 1.500 bis 2.000 Kilowattstunden pro Jahr. Mit jeder weiteren Person steigt der Verbrauch, allerdings unterproportional, da sich Kühlschrank und Beleuchtung mehrere Personen teilen.
Ändert sich meine Rechnung, wenn der Strompreis unterjährig steigt? expand_more
Ja, für die Abrechnung zählt der jeweils gültige Preis im Verbrauchszeitraum. Bei einer Preisänderung wird anteilig gerechnet. Für eine grobe Schätzung setzen Sie den aktuellen oder einen gemittelten Arbeitspreis ein.
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AnzeigeHinweis
Vom Verbrauch zum Tarif
Die berechneten Jahreskosten hängen direkt am Arbeitspreis. Mit Ihrem kWh-Wert lässt sich vergleichen, was andere Anbieter für dieselbe Menge verlangen.
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