Wie viel verdiene ich wirklich pro Stunde?
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Ihren echten Stundenlohn erhalten Sie, wenn Sie das Monatsbrutto durch die tatsächlich gearbeiteten Stunden im Monat teilen, also Wochenstunden mal 4,348. Bei 3.000 Euro und 40 Stunden sind das 17,25 Euro brutto. Leisten Sie regelmäßig unbezahlte Überstunden, sinkt der Wert, bei 45 Stunden auf 15,33 Euro.
Stundenlohn brutto
17,25 €
Stundenlohn netto (geschätzt)
10,33 €
Arbeitsstunden im Monat
173,92
Vergleich zum Mindestlohn 2026 (13,90 €)
liegt darüber
+3,35 € pro Stunde, 124,10 % des Mindestlohns
Monat brutto und netto
3.000,00 € / 1.797,30 €
Jahresbrutto 36.000,00 €
Formel: Stundenlohn = Monatsbrutto durch (Wochenstunden mal 4,348). Der Faktor 4,348 ist die durchschnittliche Zahl der Wochen pro Monat (365,25 Tage durch 7 durch 12). Der Netto-Stundenlohn ist eine vereinfachte Schätzung; bezahlter Urlaub und Feiertage sind im Monatsgehalt bereits enthalten.
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Formel
Multiplizieren Sie die tatsächlichen Wochenstunden mit 4,348 Wochen pro Monat. Teilen Sie das Monatsbrutto durch diese Monatsstunden, erhalten Sie den Brutto-Stundenlohn. Teilen Sie das Monatsnetto durch dieselben Stunden, erhalten Sie den Netto-Stundenlohn. Bei einem Jahresgehalt teilen Sie zuerst durch zwölf.
Stundenlohn = Monatsbrutto ÷ (Wochenstunden × 4,348)
- Monatsbrutto
- vereinbartes Bruttogehalt pro Monat
- Wochenstunden
- tatsächlich gearbeitete Stunden pro Woche, einschließlich regelmäßiger Überstunden
- 4,348
- durchschnittliche Wochen pro Monat (365,25 Tage durch 7 durch 12)
Rechenbeispiel: 3.000 Euro brutto bei 40 Wochenstunden
- 1
Monatsbrutto laut Arbeitsvertrag
= 3.000 Euro
- 2
Arbeitsstunden im Monat: 40 Wochenstunden mal 4,348
= 173,92 Stunden
- 3
Brutto-Stundenlohn: 3.000 Euro geteilt durch 173,92 Stunden
= 17,25 Euro
- 4
Monatsnetto im vereinfachten Modell (Steuerklasse I, ohne Kinder)
= 1.797,30 Euro
- 5
Netto-Stundenlohn: Monatsnetto geteilt durch 173,92 Stunden
= 10,33 Euro
- 6
Abstand zum Mindestlohn von 13,90 Euro
= 3,35 Euro mehr (124,1 Prozent)
Bei 3.000 Euro brutto und 40 Wochenstunden verdienen Sie 17,25 Euro brutto und 10,33 Euro netto pro Stunde. Das sind 3,35 Euro oder rund ein Viertel mehr als der gesetzliche Mindestlohn 2026.
Typische Fehler
errorMit den Vertragsstunden statt mit den tatsächlichen Stunden gerechnet
Wer regelmäßig länger arbeitet, ohne dass Überstunden bezahlt oder ausgeglichen werden, verdient pro Stunde weniger als auf dem Papier. Tragen Sie die tatsächlich gearbeiteten Wochenstunden ein. Aus 40 werden bei 45 Stunden schnell 15,33 statt 17,25 Euro.
errorDas 13. Gehalt oder Weihnachtsgeld beim Monatsgehalt vergessen
Sind mehr als zwölf Gehälter vereinbart, unterschätzt die Rechnung mit dem Monatsbrutto Ihren Stundenlohn. Geben Sie in diesem Fall das komplette Jahresbrutto mit allen Sonderzahlungen ein und wählen Sie im Rechner den Zeitraum Jahr.
errorAngestellten-Stundenlohn mit einem Honorarsatz verglichen
Selbstständige müssen Urlaub, Krankheitstage und die volle Sozialversicherung selbst tragen. Ein Honorar in Höhe Ihres Angestellten-Stundenlohns bringt deshalb deutlich weniger ein. Rechnen Sie für einen fairen Vergleich mit einem erheblichen Aufschlag auf den Bruttowert.
Der echte Stundenlohn: was Überstunden, Urlaub und Sonderzahlungen verändern
Der Stundenlohn aus dem Arbeitsvertrag ist eine Rechengröße. Er setzt voraus, dass Sie genau die vereinbarten Stunden arbeiten und das Gehalt gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt wird. In der Praxis weicht der Wert oft in beide Richtungen ab. Wer die Abweichungen kennt, kann Jobangebote besser vergleichen und in Gehaltsgesprächen mit belastbaren Zahlen argumentieren.
Der größte Hebel sind regelmäßige Überstunden. Werden sie weder bezahlt noch mit Freizeit ausgeglichen, verteilt sich dasselbe Gehalt auf mehr Arbeitszeit. Bei 3.000 Euro brutto sinkt der Stundenlohn von 17,25 Euro bei 40 Stunden auf 15,33 Euro bei 45 Stunden. Das ist ein Minus von gut elf Prozent, ohne dass sich auf der Gehaltsabrechnung etwas ändert. Ein Blick in das eigene Arbeitszeitkonto oder eine Woche mit Stundenzettel zeigt schnell, welcher Wert für Sie realistisch ist.
In die andere Richtung wirken Sonderzahlungen. Ein 13. Gehalt, Urlaubsgeld oder eine feste Jahresprämie erhöhen das Jahresbrutto, ohne dass Sie länger arbeiten. Für einen fairen Vergleich zweier Stellen rechnen Sie deshalb mit dem vollständigen Jahresgehalt. Ein Angebot mit 2.900 Euro im Monat und 13 Gehältern kann pro Stunde mehr einbringen als eines mit 3.100 Euro und zwölf Gehältern.
Stundenlohn als Maßstab für Teilzeit, Nebenjob und Selbstständigkeit
Besonders nützlich ist der Stundenlohn beim Wechsel in Teilzeit. Bleibt der Stundenlohn gleich, sinkt das Brutto im selben Verhältnis wie die Arbeitszeit, das Netto dagegen etwas weniger stark, weil die Steuerlast mit dem Einkommen fällt. Für einen Nebenjob zeigt der Vergleich mit dem Hauptjob, ob sich die zusätzlichen Stunden lohnen.
Vorsicht ist beim Vergleich mit Freiberuflern geboten. Deren Honorar muss Urlaub, Krankheitstage, Weiterbildung, Altersvorsorge und die volle Kranken- und Pflegeversicherung abdecken. Ein angestellter Stundenlohn von 17,25 Euro entspricht deshalb einem deutlich höheren Honorarsatz. Die Umkehrung vom Stundenlohn zum Monatsnetto übernimmt der Netto-vom-Stundenlohn-Rechner.