Wärmepumpen-Rechner — Stromkosten und Effizienz sofort berechnen
Mit dem Wärmepumpen-Rechner berechnen Sie die jährlichen Stromkosten Ihrer Wärmepumpe und vergleichen sie direkt mit einer Gasheizung. Geben Sie Wohnfläche, Heizlast, Jahresarbeitszahl und Strompreis ein — der Rechner zeigt Ihnen Stromkosten, monatliche Belastung, Stromverbrauch und die mögliche Ersparnis gegenüber Gas.
Stromkosten/Jahr
768,00 €
Pro Monat
64,00 €
Stromverbrauch
2.400 kWh
Vergleich mit Gasheizung
Vereinfachte Berechnung. Tatsächliche Werte hängen von Gebäude, Anlage und Nutzungsverhalten ab.
Wärmepumpen-Kosten berechnen — Schritt für Schritt
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Wohnfläche einstellen — Stellen Sie über den Schieberegler die beheizte Fläche Ihres Gebäudes ein. Der Bereich reicht von 50 bis 350 Quadratmeter. Die Wohnfläche bildet zusammen mit der Heizlast die Grundlage für die Berechnung des Wärmebedarfs.
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Heizlast festlegen — Stellen Sie ein, wie viel Heizenergie Ihr Gebäude pro Quadratmeter und Jahr benötigt. Der Regler bewegt sich zwischen 30 kWh/m² (Neubau) und 150 kWh/m² (unsanierter Altbau). Neubauten nach aktuellem Standard liegen bei 30 bis 50 kWh/m², durchschnittlich gedämmte Bestandsgebäude bei 60 bis 100 kWh/m². Den genauen Wert finden Sie im Energieausweis Ihres Gebäudes.
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Jahresarbeitszahl (JAZ) einstellen — Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie effizient Ihre Wärmepumpe arbeitet. Ein Wert von 3,5 bedeutet, dass die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugt. Der Regler reicht von 2,0 (ältere Luft-Wärmepumpe) bis 5,5 (moderne Erdwärmepumpe). Luft-Wärmepumpen erreichen typischerweise Werte zwischen 2,5 und 3,5, Erdwärmepumpen zwischen 3,5 und 5,0.
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Strompreis anpassen — Geben Sie den Strompreis für Ihren Wärmepumpentarif ein. Spezielle Wärmepumpentarife liegen meist zwischen 22 und 30 Cent pro kWh und damit unter dem normalen Haushaltsstrompreis. Den Regler können Sie zwischen 20 und 45 Cent pro kWh bewegen.
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Ergebnisse ablesen — Der Wärmepumpen-Rechner zeigt drei Hauptwerte: Die Stromkosten pro Jahr geben die jährliche Belastung für den Betrieb der Wärmepumpe an. Die monatlichen Kosten helfen bei der Budgetplanung. Der Stromverbrauch in kWh zeigt, wie viel elektrische Energie die Wärmepumpe im Jahr aufnimmt. Darunter sehen Sie den Vergleich mit einer Gasheizung — der Rechner kalkuliert die Gaskosten für denselben Wärmebedarf und zeigt die Ersparnis oder die Mehrkosten der Wärmepumpe.
Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe bewerten
Wärmepumpen gewinnen in Deutschland stark an Bedeutung. Sie nutzen Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und wandeln sie mithilfe von Strom in Heizwärme um. Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: der Jahresarbeitszahl, dem Strompreis und dem Wärmebedarf des Gebäudes.
Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und einer Heizlast von 50 kWh/m² benötigt 7.000 kWh Wärme pro Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 verbraucht die Wärmepumpe dafür 2.000 kWh Strom. Mit einem Wärmepumpentarif von 28 Cent pro kWh ergeben sich Jahreskosten von 560 EUR. Eine vergleichbare Gasheizung würde bei 8,5 Cent pro kWh rund 595 EUR kosten — die Wärmepumpe spart in diesem Beispiel also kaum.
Anders sieht es bei höherer Effizienz aus. Erdwärmepumpen mit einer JAZ von 4,5 senken den Stromverbrauch auf rund 1.556 kWh und die Kosten auf 436 EUR — eine deutliche Ersparnis. Umgekehrt kann eine Luft-Wärmepumpe mit einer JAZ von nur 2,5 im schlecht gedämmten Altbau teurer als Gas werden.
Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die Kombination aus Gebäudedämmung und Anlageneffizienz. Wärmepumpen arbeiten besonders effizient mit Flächenheizungen wie Fußbodenheizung, da diese niedrige Vorlauftemperaturen ermöglichen. In Altbauten mit Heizkörpern und hohen Vorlauftemperaturen sinkt die Jahresarbeitszahl und der Stromverbrauch steigt.
Der Wärmepumpen-Rechner ermittelt die jährlichen Stromkosten Ihrer Wärmepumpe auf Basis von Wohnfläche, Heizlast, Jahresarbeitszahl und Strompreis. Er vergleicht die Betriebskosten direkt mit einer Gasheizung, sodass Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Wärmepumpe realistisch einschätzen können. So treffen Sie eine fundierte Entscheidung, ob sich die Investition in eine Wärmepumpe für Ihr Gebäude lohnt.
3 Tipps: Wärmepumpe effizienter betreiben
- Wärmepumpentarif nutzen: Viele Energieversorger bieten spezielle Niedertarif-Strompreise für Wärmepumpen an.
- Vorlauftemperatur senken: Jedes Grad weniger steigert die Effizienz der Wärmepumpe um 2–3 %.
- Photovoltaik kombinieren: Eigenstrom von der PV-Anlage senkt die Betriebskosten erheblich.
Die Jahresarbeitszahl entscheidet über alles
Die JAZ sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden. Bei 3,5 kostet die Kilowattstunde Wärme mit 30 Cent Strom rund 8,6 Cent, bei 2,8 schon 10,7.
Sie ist keine Geräteeigenschaft. Der COP aus dem Datenblatt gilt unter Normbedingungen, die JAZ ist ein Jahresmittel über reale Temperaturen und reale Vorlauftemperaturen. Zwischen beiden liegen oft ein bis anderthalb Punkte.
Vorlauftemperatur schlägt Baujahr
Der Satz „Wärmepumpe geht nur im Neubau” ist zu grob. Entscheidend ist, mit welcher Vorlauftemperatur das Gebäude am kältesten Tag auskommt.
Bei 50 Grad arbeitet eine Wärmepumpe wirtschaftlich, bei 70 nicht. Der praktische Test kostet nichts: Vorlauf im Winter schrittweise absenken und beobachten, ab wann es nicht mehr warm wird. Das beantwortet die Frage besser als jede Baujahrsregel.
Der Heizkörpertausch ist oft billiger als gedacht
Reichen die vorhandenen Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur nicht, müssen nicht alle getauscht werden. Meist sind es die zwei oder drei kritischen Räume.
Größere Flächen oder Niedertemperatur-Heizkörper mit Ventilator senken die nötige Vorlauftemperatur gezielt dort, wo es klemmt. Das ist deutlich günstiger als eine Fußbodenheizung im ganzen Haus.
Wärmepumpenstrom und Sperrzeiten
Für Wärmepumpen gibt es eigene Tarife, meist mehrere Cent unter dem Haushaltsstrompreis. Voraussetzung ist in der Regel ein separater Zähler.
Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Anlage kurzzeitig abschalten — üblicherweise bis zu dreimal täglich für maximal zwei Stunden. Ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher überbrückt das, ohne dass es im Haus kälter wird.
Warum Überdimensionierung schadet
Eine zu große Wärmepumpe erreicht die Zieltemperatur schnell, schaltet ab, kühlt aus, schaltet wieder ein. Dieses Takten verschleißt den Verdichter und senkt die JAZ spürbar.
Die richtige Auslegung folgt aus der Heizlast nach DIN EN 12831, nicht aus dem Jahresverbrauch und nicht aus einer Quadratmeter-Faustformel. Im Zweifel lieber knapp auslegen und den Heizstab die wenigen kältesten Tage abdecken lassen.
Was der Schallschutz vorgibt
Luft-Wasser-Wärmepumpen erzeugen Geräusche am Außengerät. Die TA Lärm gibt Immissionsrichtwerte an der Nachbarbebauung vor, nachts deutlich strenger als tagsüber.
Entscheidend sind Aufstellort und Abstand. Ein Aufstellort vor einer reflektierenden Wand oder in einer Ecke kann den Pegel merklich erhöhen — das ist einer der häufigsten Nachbarschaftskonflikte bei Neuanlagen und lässt sich mit der Planung vermeiden.
Häufige Fragen zu Wärmepumpe und Betriebskosten
Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Einbau? expand_more
Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe pro Jahr? expand_more
Was bedeutet die Jahresarbeitszahl (JAZ)? expand_more
Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau? expand_more
Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen 2026? expand_more
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Verwandte Begriffe
COP
Der Coefficient of Performance gibt das Verhältnis von erzeugter Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung einer Wärmepumpe an.
JAZ
Die Jahresarbeitszahl gibt die durchschnittliche Effizienz einer Wärmepumpe über ein ganzes Jahr an.
Wärmepumpe
Ein Heizsystem, das Umgebungswärme aus Luft, Erde oder Wasser nutzt und mit Strom auf Heiztemperatur bringt.
Wirkungsgrad
Der Anteil der eingesetzten Energie, der tatsächlich als nutzbare Energie zur Verfügung steht.
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