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Wärmepumpen-Rechner — Stromkosten und Effizienz sofort berechnen

Mit dem Wärmepumpen-Rechner berechnen Sie die jährlichen Stromkosten Ihrer Wärmepumpe und vergleichen sie direkt mit einer Gasheizung. Geben Sie Wohnfläche, Heizlast, Jahresarbeitszahl und Strompreis ein — der Rechner zeigt Ihnen Stromkosten, monatliche Belastung, Stromverbrauch und die mögliche Ersparnis gegenüber Gas.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: Wärmepumpen-Rechner erklärt
140
50 m²350 m²
60 kWh/m²
30 kWh/m² (Neubau)150 kWh/m² (Altbau)
3.5
2,0 (Luft, alt)5,5 (Erdwärme, neu)
32 ct/kWh
20 ct45 ct

Stromkosten/Jahr

768,00 €

Pro Monat

64,00 €

Stromverbrauch

2.400 kWh

Vergleich mit Gasheizung

Wärmepumpe (Strom)768,00 €
Gasheizung (8.5 ct/kWh)714,00 €
Mehrkosten mit WP54,00 €/Jahr

Vereinfachte Berechnung. Tatsächliche Werte hängen von Gebäude, Anlage und Nutzungsverhalten ab.

Luft-Wasser-Wärmepumpe an der Außenwand eines Wohnhauses
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Von der Rechnung zum Gerät
Die ermittelte Heizleistung in Kilowatt ist der Wert, nach dem Wärmepumpen sortiert und angeboten werden.
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Wärmepumpen-Kosten berechnen — Schritt für Schritt

  1. Wohnfläche einstellen — Stellen Sie über den Schieberegler die beheizte Fläche Ihres Gebäudes ein. Der Bereich reicht von 50 bis 350 Quadratmeter. Die Wohnfläche bildet zusammen mit der Heizlast die Grundlage für die Berechnung des Wärmebedarfs.

  2. Heizlast festlegen — Stellen Sie ein, wie viel Heizenergie Ihr Gebäude pro Quadratmeter und Jahr benötigt. Der Regler bewegt sich zwischen 30 kWh/m² (Neubau) und 150 kWh/m² (unsanierter Altbau). Neubauten nach aktuellem Standard liegen bei 30 bis 50 kWh/m², durchschnittlich gedämmte Bestandsgebäude bei 60 bis 100 kWh/m². Den genauen Wert finden Sie im Energieausweis Ihres Gebäudes.

  3. Jahresarbeitszahl (JAZ) einstellen — Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie effizient Ihre Wärmepumpe arbeitet. Ein Wert von 3,5 bedeutet, dass die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugt. Der Regler reicht von 2,0 (ältere Luft-Wärmepumpe) bis 5,5 (moderne Erdwärmepumpe). Luft-Wärmepumpen erreichen typischerweise Werte zwischen 2,5 und 3,5, Erdwärmepumpen zwischen 3,5 und 5,0.

  4. Strompreis anpassen — Geben Sie den Strompreis für Ihren Wärmepumpentarif ein. Spezielle Wärmepumpentarife liegen meist zwischen 22 und 30 Cent pro kWh und damit unter dem normalen Haushaltsstrompreis. Den Regler können Sie zwischen 20 und 45 Cent pro kWh bewegen.

  5. Ergebnisse ablesen — Der Wärmepumpen-Rechner zeigt drei Hauptwerte: Die Stromkosten pro Jahr geben die jährliche Belastung für den Betrieb der Wärmepumpe an. Die monatlichen Kosten helfen bei der Budgetplanung. Der Stromverbrauch in kWh zeigt, wie viel elektrische Energie die Wärmepumpe im Jahr aufnimmt. Darunter sehen Sie den Vergleich mit einer Gasheizung — der Rechner kalkuliert die Gaskosten für denselben Wärmebedarf und zeigt die Ersparnis oder die Mehrkosten der Wärmepumpe.

Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe bewerten

Wärmepumpen gewinnen in Deutschland stark an Bedeutung. Sie nutzen Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und wandeln sie mithilfe von Strom in Heizwärme um. Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: der Jahresarbeitszahl, dem Strompreis und dem Wärmebedarf des Gebäudes.

Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern und einer Heizlast von 50 kWh/m² benötigt 7.000 kWh Wärme pro Jahr. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 verbraucht die Wärmepumpe dafür 2.000 kWh Strom. Mit einem Wärmepumpentarif von 28 Cent pro kWh ergeben sich Jahreskosten von 560 EUR. Eine vergleichbare Gasheizung würde bei 8,5 Cent pro kWh rund 595 EUR kosten — die Wärmepumpe spart in diesem Beispiel also kaum.

Anders sieht es bei höherer Effizienz aus. Erdwärmepumpen mit einer JAZ von 4,5 senken den Stromverbrauch auf rund 1.556 kWh und die Kosten auf 436 EUR — eine deutliche Ersparnis. Umgekehrt kann eine Luft-Wärmepumpe mit einer JAZ von nur 2,5 im schlecht gedämmten Altbau teurer als Gas werden.

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die Kombination aus Gebäudedämmung und Anlageneffizienz. Wärmepumpen arbeiten besonders effizient mit Flächenheizungen wie Fußbodenheizung, da diese niedrige Vorlauftemperaturen ermöglichen. In Altbauten mit Heizkörpern und hohen Vorlauftemperaturen sinkt die Jahresarbeitszahl und der Stromverbrauch steigt.

Der Wärmepumpen-Rechner ermittelt die jährlichen Stromkosten Ihrer Wärmepumpe auf Basis von Wohnfläche, Heizlast, Jahresarbeitszahl und Strompreis. Er vergleicht die Betriebskosten direkt mit einer Gasheizung, sodass Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Wärmepumpe realistisch einschätzen können. So treffen Sie eine fundierte Entscheidung, ob sich die Investition in eine Wärmepumpe für Ihr Gebäude lohnt.

3 Tipps: Wärmepumpe effizienter betreiben

  • Wärmepumpentarif nutzen: Viele Energieversorger bieten spezielle Niedertarif-Strompreise für Wärmepumpen an.
  • Vorlauftemperatur senken: Jedes Grad weniger steigert die Effizienz der Wärmepumpe um 2–3 %.
  • Photovoltaik kombinieren: Eigenstrom von der PV-Anlage senkt die Betriebskosten erheblich.

Die Jahresarbeitszahl entscheidet über alles

Die JAZ sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden. Bei 3,5 kostet die Kilowattstunde Wärme mit 30 Cent Strom rund 8,6 Cent, bei 2,8 schon 10,7.

Sie ist keine Geräteeigenschaft. Der COP aus dem Datenblatt gilt unter Normbedingungen, die JAZ ist ein Jahresmittel über reale Temperaturen und reale Vorlauftemperaturen. Zwischen beiden liegen oft ein bis anderthalb Punkte.

Vorlauftemperatur schlägt Baujahr

Der Satz „Wärmepumpe geht nur im Neubau” ist zu grob. Entscheidend ist, mit welcher Vorlauftemperatur das Gebäude am kältesten Tag auskommt.

Bei 50 Grad arbeitet eine Wärmepumpe wirtschaftlich, bei 70 nicht. Der praktische Test kostet nichts: Vorlauf im Winter schrittweise absenken und beobachten, ab wann es nicht mehr warm wird. Das beantwortet die Frage besser als jede Baujahrsregel.

Der Heizkörpertausch ist oft billiger als gedacht

Reichen die vorhandenen Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur nicht, müssen nicht alle getauscht werden. Meist sind es die zwei oder drei kritischen Räume.

Größere Flächen oder Niedertemperatur-Heizkörper mit Ventilator senken die nötige Vorlauftemperatur gezielt dort, wo es klemmt. Das ist deutlich günstiger als eine Fußbodenheizung im ganzen Haus.

Wärmepumpenstrom und Sperrzeiten

Für Wärmepumpen gibt es eigene Tarife, meist mehrere Cent unter dem Haushaltsstrompreis. Voraussetzung ist in der Regel ein separater Zähler.

Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Anlage kurzzeitig abschalten — üblicherweise bis zu dreimal täglich für maximal zwei Stunden. Ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher überbrückt das, ohne dass es im Haus kälter wird.

Warum Überdimensionierung schadet

Eine zu große Wärmepumpe erreicht die Zieltemperatur schnell, schaltet ab, kühlt aus, schaltet wieder ein. Dieses Takten verschleißt den Verdichter und senkt die JAZ spürbar.

Die richtige Auslegung folgt aus der Heizlast nach DIN EN 12831, nicht aus dem Jahresverbrauch und nicht aus einer Quadratmeter-Faustformel. Im Zweifel lieber knapp auslegen und den Heizstab die wenigen kältesten Tage abdecken lassen.

Was der Schallschutz vorgibt

Luft-Wasser-Wärmepumpen erzeugen Geräusche am Außengerät. Die TA Lärm gibt Immissionsrichtwerte an der Nachbarbebauung vor, nachts deutlich strenger als tagsüber.

Entscheidend sind Aufstellort und Abstand. Ein Aufstellort vor einer reflektierenden Wand oder in einer Ecke kann den Pegel merklich erhöhen — das ist einer der häufigsten Nachbarschaftskonflikte bei Neuanlagen und lässt sich mit der Planung vermeiden.

Häufige Fragen zu Wärmepumpe und Betriebskosten

Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Einbau? expand_more
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation zwischen 15.000 und 25.000 EUR. Erdwärmepumpen liegen bei 20.000 bis 35.000 EUR. Nach Abzug staatlicher Förderung (bis zu 40 %) sinken die Kosten erheblich.
Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpe pro Jahr? expand_more
Bei einem Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 verbraucht die Wärmepumpe etwa 5.700 kWh Strom. Bei einem Wärmepumpentarif von 25 Cent pro kWh ergeben sich Jahreskosten von rund 1.425 EUR.
Was bedeutet die Jahresarbeitszahl (JAZ)? expand_more
Die JAZ gibt an, wie viel Wärme die Wärmepumpe pro eingesetzter kWh Strom erzeugt. Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Je höher die JAZ, desto effizienter und günstiger arbeitet die Anlage.
Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau? expand_more
Ja, aber die Effizienz hängt von der Vorlauftemperatur ab. Im Altbau mit Heizkörpern (55–70 °C Vorlauf) sinkt die JAZ. Mit einer Fußbodenheizung (35 °C) arbeitet die Wärmepumpe deutlich effizienter. Eine vorherige Dämmung verbessert die Wirtschaftlichkeit erheblich.
Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen 2026? expand_more
Das BAFA fördert Wärmepumpen mit einem Grundfördersatz von 30 %. Zusätzlich gibt es einen Geschwindigkeitsbonus von 20 % und einen Einkommensbonus von 30 %. Der maximale Fördersatz beträgt 70 % der förderfähigen Kosten.
Luft-Wasser oder Sole-Wasser — welche Wärmepumpe ist besser? expand_more
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind günstiger in der Anschaffung und einfacher zu installieren. Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme) erreichen eine höhere JAZ und sind effizienter, erfordern aber Erdbohrungen oder Flächenkollektoren und höhere Investitionskosten.

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