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Wandfläche berechnen: Wände eines Raums minus Fenster und Türen

Stand: Rechenweg mit automatischen Tests geprüftMethodik

Die Wandfläche berechnen Sie mit Umfang mal Raumhöhe: Ein Raum von 5 x 4 Metern mit 2,50 Metern Höhe hat 45 m² Wand, nach Abzug von einer Tür und zwei Fenstern bleiben 39,86 m². Der Rechner nimmt Länge, Breite und Höhe, zieht Türen, Fenster und weitere Öffnungen ab und addiert auf Wunsch die Decke oder die Giebelwand unter der Dachschräge. Das Ergebnis ist die Grundlage für Farbe, Tapete und Trockenbau.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: Wandflächen-Rechner erklärt

Türen werden mit dem Standardmaß 0,89 × 2,01 m abgezogen. Abweichende Türen, Durchgänge oder Nischen tragen Sie unten als weitere Öffnung ein.

Weitere Öffnungen

Wandfläche netto

41,54 m²

Deckenfläche

20,00 m²

Raumumfang

18 m

Wandfläche brutto

45,00 m²

Abzug Öffnungen

3,46 m²

Gesamtfläche

41,54 m²

Die Wandfläche ist die Grundlage für Farbe und Tapete: Farbbedarf-Rechner, Tapetenrechner. Gipskartonplatten für eine neue Wand: Trockenbau-Rechner. Bodenfläche und Wohnfläche: Flächenrechner, Wohnflächen-Rechner.

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Wandfläche berechnen heißt: Umfang mal Höhe, dann Öffnungen abziehen

Jede Wandfläche eines rechteckigen Raums folgt derselben Rechnung. Zuerst der Umfang: 2 x (Länge + Breite). Dann Umfang mal Raumhöhe, das ist die Wandfläche brutto. Zum Schluss ziehen Sie Türen, Fenster und sonstige Öffnungen ab und erhalten die Wandfläche netto, also die Fläche, die tatsächlich Farbe oder Tapete bekommt. Optional addieren Sie die Decke oder die Giebelflächen eines Dachzimmers.

Wandfläche für typische Räume: Kinderzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer

Die folgende Tabelle zeigt die Wandfläche für häufige Raumgrößen bei 2,50 Metern Raumhöhe. Abgezogen sind jeweils eine Standard-Innentür (0,885 x 2,01 m) und Fenster mit 1,20 x 1,40 m, im Wohnzimmer zwei, sonst eines. Im Flur stehen drei Türen und kein Fenster.

RaumGrundrissUmfangWandfläche bruttoÖffnungenWandfläche nettoDecke
Bad2,5 x 2 m9 m22,5 m²3,46 m²19,04 m²5 m²
Flur4 x 1,5 m11 m27,5 m²5,34 m²22,16 m²6 m²
Kinderzimmer3 x 3,5 m13 m32,5 m²3,46 m²29,04 m²10,5 m²
Küche4 x 3 m14 m35 m²3,46 m²31,54 m²12 m²
Schlafzimmer4 x 3,5 m15 m37,5 m²3,46 m²34,04 m²14 m²
Wohnzimmer5 x 4 m18 m45 m²5,14 m²39,86 m²20 m²

Auffällig ist der Flur: Mit nur 6 m² Boden hat er über 22 m² Wand, weil er schmal ist und viel Umfang auf wenig Grundfläche verteilt. Wer die Wandfläche aus der Bodenfläche schätzt, liegt bei solchen Räumen deutlich daneben.

Wandfläche mit Fenster und Tür berechnen: welche Maße gelten

Für Türen gibt es ein verbreitetes Maß: Die gängige Innentür hat ein Türblatt von 86 x 198,5 cm und braucht eine Rohbauöffnung von 0,885 x 2,01 m nach DIN 18100. Das ergibt 1,78 m² je Tür. Fenster haben kein Einheitsmaß. Die Voreinstellung von 1,20 x 1,40 m ist ein häufiges Wohnraumfenster und liefert 1,68 m², messen Sie Ihre Fenster aber besser nach. Für Terrassentüren, Durchgänge ohne Tür oder einen gefliesten Spiegel tragen Sie weitere Öffnungen mit eigener Breite und Höhe ein. Eine Terrassentür von 2,00 x 2,20 m nimmt allein 4,4 m² weg.

VOB-Regel beim Maler: warum Öffnungen bis 2,5 m² stehen bleiben

Bei der Abrechnung von Maler- und Lackierarbeiten gilt in Deutschland häufig die VOB/C DIN 18363. Danach werden Öffnungen bis 2,5 m² übermessen, das heißt, sie werden bei der Abrechnungsfläche nicht abgezogen. Der Grund: Das Arbeiten um kleine Fenster und Türen herum kostet den Maler mehr Zeit als die freie Wand. Erst größere Öffnungen wie eine Terrassentür werden abgezogen.

Wohnzimmer 5 x 4 x 2,5 mMaterialfläche (Rechner)Abrechnung nach VOB
1 Tür, 2 Fenster39,86 m²45 m²
Terrassentür 2,00 x 2,20 m statt Tür und Fenster40,6 m²40,6 m²

Der Rechner setzt diese Regel bewusst nicht um. Er zieht jede Öffnung voll ab, weil er den Materialbedarf ermittelt: Farbe und Tapete werden nur dort verbraucht, wo tatsächlich Wand ist. Wenn Sie ein Malerangebot prüfen, rechnen Sie zum Vergleich die Bruttofläche minus nur die großen Öffnungen.

Wandfläche unter der Dachschräge: Kniestock und Giebelwand

Im Dachgeschoss sind die Wände meist nur bis zum Kniestock senkrecht. Diesen Teil rechnen Sie wie in jedem anderen Raum mit Umfang mal Kniestockhöhe. Dazu kommen die Giebelwände an den Stirnseiten. Laufen beide Dachflächen bis zum First, ist der Giebel ein Dreieck: Breite mal Giebelhöhe geteilt durch 2. Endet der Raum unter einer Kehlbalkenlage, ist er ein Trapez: (untere Breite + obere Breite) / 2 x Höhe.

Ein Beispiel: Dachzimmer 5 x 4 m, Kniestock 1,20 m, zwei dreieckige Giebel mit 2 m Höhe über dem Kniestock, eine Tür. Die senkrechten Wände bringen 21,6 m², die Giebel zusammen 8 m², brutto sind das 29,6 m² und nach Abzug der Tür 27,82 m². Mit trapezförmigen Giebeln (1,30 m hoch, oben 1,40 m breit) sinkt die Giebelfläche auf 7,02 m² und die Netto-Wandfläche auf 26,84 m². Die schrägen Flächen selbst sind Decke, nicht Wand.

Praxisbeispiel: Wohnzimmer mit Decke streichen

Ein Wohnzimmer misst 5 x 4 Meter bei 2,50 Metern Höhe, es hat eine Tür und zwei Fenster. Der Umfang beträgt 18 Meter, die Wandfläche brutto 45 m². Die Tür nimmt 1,78 m² weg, die beiden Fenster zusammen 3,36 m², insgesamt 5,14 m² Öffnungen. Netto bleiben 39,86 m² Wand. Soll die Decke mitgestrichen werden, kommen 20 m² hinzu, die Streichfläche liegt dann bei 59,86 m².

Mit dieser Zahl geht es weiter in den Farbbedarf-Rechner, der daraus die Liter Wandfarbe und die passenden Eimer ermittelt. Für Tapete brauchen Sie nicht die Fläche, sondern die Wandbreite: Der Tapetenrechner rechnet mit Bahnen und Rollen.

Merkhilfe: Wandfläche eines Raums im Kopf überschlagen

Bei üblichen Raumhöhen um 2,50 Meter liefert ein einfacher Überschlag brauchbare Werte. Rechnen Sie Länge plus Breite und multiplizieren Sie mit 5, das ist dasselbe wie Umfang mal 2,5. Ein Schlafzimmer mit 4 x 3,5 Metern ergibt 7,5 mal 5 gleich 37,5 m² brutto. Für Tür und Fenster ziehen Sie gedanklich rund 3,5 m² ab, je weiteres Fenster knapp 1,7 m².

Als Plausibilitätsprüfung hilft der Vergleich mit der Bodenfläche: Bei normalen, eher quadratischen Räumen liegt die Netto-Wandfläche beim Zwei- bis Dreifachen der Bodenfläche. Das Wohnzimmer mit 20 m² Boden hat knapp 40 m² Wand, das Kinderzimmer mit 10,5 m² Boden 29,04 m². Weicht Ihr Ergebnis davon stark ab, prüfen Sie die Einheiten: Zentimeter statt Meter sind der häufigste Grund.

Typische Fehler bei der Quadratmeter-Berechnung der Wand

  • Bodenfläche mit Wandfläche verwechseln. Die Quadratmeter aus dem Mietvertrag oder dem Wohnflächen-Rechner sagen nichts direkt über die Wand aus.
  • Nur zwei Wände zählen. Länge mal Höhe plus Breite mal Höhe ergibt nur die Hälfte. Jede Wand kommt zweimal vor, deshalb steht im Umfang der Faktor 2.
  • Fensterlaibungen vergessen. Bei dicken Außenwänden sind die Laibungen 20 bis 30 Zentimeter tief und werden mitgestrichen. Sie gleichen einen Teil des Fensterabzugs wieder aus.
  • Kleine Öffnungen bei der Malerrechnung abziehen. Das Angebot rechnet nach VOB oft brutto, Ihr Materialbedarf netto.
  • Sockelleisten und Fliesenspiegel ignorieren. Was gefliest oder verkleidet ist, braucht keine Farbe und kann als Öffnung abgezogen werden.

Wandfläche für andere Gewerke: Trockenbau, Putz und Dämmung

Die Netto-Wandfläche ist nicht nur für Farbe und Tapete die Ausgangsgröße. Wer eine Vorsatzschale oder eine neue Wand plant, rechnet im Trockenbau-Rechner mit derselben Fläche weiter. Für Putz und Innendämmung gilt sie ebenso, hier lohnt es sich aber, die Laibungen gesondert zu messen. Für Bodenflächen ohne Wandbezug, etwa unregelmäßige Grundrisse, eignet sich der allgemeine Flächenrechner.

Wandfläche bei höheren Räumen und Altbau

Die Raumhöhe wirkt auf die Wandfläche direkt proportional. Dasselbe Wohnzimmer mit 5 x 4 Metern hat bei 2,75 Metern Höhe brutto 49,5 m² und netto 44,36 m², also 4,5 m² mehr als bei 2,50 Metern. In Altbauten mit 3 Metern und mehr wächst die Fläche entsprechend weiter. Gleichzeitig sind dort Stuck, Hohlkehlen und Bilderleisten häufig, die nicht gestrichen werden. Messen Sie in diesem Fall nur bis zur Unterkante der Leiste und tragen Sie diese Höhe als Raumhöhe ein.

Wandfläche messen: drei Stellen, an denen Quadratmeter verloren gehen

  1. 01 Messen Sie die Raumhöhe an zwei oder drei Stellen. Altbaudecken hängen oft durch, und schon 10 Zentimeter mehr Höhe machen bei 18 Metern Umfang 1,8 m² zusätzliche Wandfläche.
  2. 02 Zählen Sie Einbauschränke, Fliesenspiegel und Heizkörpernischen als eigene Öffnung, wenn diese Flächen nicht gestrichen oder tapeziert werden. Sie lassen sich im Rechner mit Breite und Höhe ergänzen.
  3. 03 Vergleichen Sie ein Malerangebot nicht mit Ihrer Netto-Wandfläche. Maler rechnen nach VOB meist die Fläche ohne Abzug kleiner Öffnungen ab, die Angebotsfläche ist deshalb größer als Ihr Materialbedarf.

Häufige Fragen zur Wandfläche von Räumen

Wie berechne ich die Wandfläche eines Raums? expand_more
Addieren Sie Länge und Breite, verdoppeln Sie das Ergebnis und erhalten Sie so den Umfang. Umfang mal Raumhöhe ergibt die Wandfläche brutto. Bei 5 x 4 Metern und 2,50 Metern Höhe sind das 18 Meter Umfang und 45 m². Danach ziehen Sie Türen und Fenster ab, um die Fläche zu erhalten, die tatsächlich gestrichen oder tapeziert wird.
Wie berechne ich die Wandfläche mit Fenster und Tür? expand_more
Rechnen Sie jede Öffnung als Rechteck aus Breite mal Höhe und ziehen Sie die Summe von der Brutto-Wandfläche ab. Eine Standard-Innentür mit dem Rohbaumaß 0,885 x 2,01 m hat 1,78 m², ein Fenster mit 1,20 x 1,40 m hat 1,68 m². Im Wohnzimmer mit 45 m² Wand, einer Tür und zwei Fenstern bleiben so 39,86 m².
Wie viele Quadratmeter Wand hat ein 20 qm Zimmer? expand_more
Das hängt vom Grundriss ab, nicht nur von der Bodenfläche. Ein Raum von 5 x 4 Metern hat 18 Meter Umfang und bei 2,50 Metern Höhe 45 m² Wand. Ein schmaler Raum mit gleicher Bodenfläche hat mehr Umfang und damit mehr Wand. Als grobe Faustregel liegt die Wandfläche beim Zwei- bis Dreifachen der Bodenfläche.
Werden Fenster und Türen beim Streichen abgezogen? expand_more
Für den Materialeinkauf ja, für die Malerrechnung oft nicht. Nach der Abrechnungsregel der VOB/C DIN 18363 werden Öffnungen bis 2,5 m² übermessen, also nicht abgezogen. Der Rechner zieht alle Öffnungen voll ab, weil er ermittelt, wie viel Fläche Farbe oder Tapete tatsächlich braucht.
Wie berechne ich die Wandfläche unter einer Dachschräge? expand_more
Die senkrechten Wände bis zum Kniestock rechnen Sie wie gewohnt mit Umfang mal Kniestockhöhe. Die Giebelwände bekommen eine zusätzliche Fläche: beim Dreieck Breite mal Giebelhöhe geteilt durch 2, beim Trapez der Mittelwert aus unterer und oberer Breite mal Höhe. Die schrägen Deckenflächen selbst sind keine Wand und werden getrennt erfasst.
Gehört die Decke zur Wandfläche? expand_more
Nein, die Decke ist eine eigene Fläche und entspricht der Bodenfläche, also Länge mal Breite. Wer die Decke mitstreicht, addiert sie zur Wandfläche. Im Wohnzimmer mit 5 x 4 Metern kommen so 20 m² hinzu, aus 39,86 m² Wand werden 59,86 m² Streichfläche.
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