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Zinseszins Rechner online — Zinseszinsen berechnen mit Formel & Graph

Zinseszins Rechner online: Berechnen Sie Zinseszinsen mit Startkapital, Zinssatz, Laufzeit und optionaler Sparrate — inklusive Wachstumsgraph und Formel-Anzeige.

menu_book Ausführlicher Ratgeber: Zinseszins Rechner erklärt
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Endkapital

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Einzahlungen
Zinsen

Zinseszinsformel

Kn = K0 × (1 + r/n)n×t

K₀ = 10.000 € (Startkapital)

r = 0,05 (5 % p.a.)

n = 1 (jährliche Verzinsung)

t = 10 Jahre

Startkapital10.000,00 €
Einzahlungen insgesamt10.000,00 €
Einfacher Zins (ohne Zinseszins)5.000,00 €
Zinseszins-Effekt1.288,95 €
Zinsertrag gesamt6.288,95 €
Endkapital16.288,95 €

Mathematische Berechnung ohne Steuern und Gebühren. Kapitalertragsteuer (25 % + Soli) und ggf. Kirchensteuer reduzieren den tatsächlichen Ertrag. Sparerpauschbetrag (1.000 € / 2.000 € für Ehepaare) berücksichtigen.

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So bedienen Sie den Zinseszins-Rechner

  1. Startkapital eingeben — Tragen Sie den Betrag ein, den Sie anlegen möchten. Das kann eine Einmalanlage sein oder Ihr vorhandenes Kapital.

  2. Zinssatz und Laufzeit einstellen — Der Zinssatz bestimmt, wie schnell Ihr Kapital wächst. Tagesgeld bringt aktuell 1–3 %, ETFs erzielen langfristig ca. 7 % im Durchschnitt. Die Laufzeit ist der entscheidende Hebel für den Zinseszins-Effekt.

  3. Zinsperiode wählen — Häufigere Zinsgutschriften (monatlich statt jährlich) erhöhen den Zinseszins-Effekt leicht. Bei den meisten Bankprodukten wird jährlich oder quartalsweise gutgeschrieben.

  4. Sparrate optional hinzufügen — Wenn Sie regelmäßig sparen, geben Sie die monatliche Sparrate ein. Der Rechner berechnet den Zinseszins auf Startkapital und Sparraten zusammen.

Zinseszins — die Kraft des exponentiellen Wachstums

Der Zinseszins ist eines der mächtigsten Konzepte der Finanzmathematik. Albert Einstein soll ihn als „achtes Weltwunder” bezeichnet haben. Das Prinzip: Ihre Zinsen werden reinvestiert und erzeugen selbst wieder Zinsen — ein exponentieller Wachstumsprozess.

Die Zinseszinsformel lautet: K(n) = K₀ × (1 + r/n)^(n×t). Das Besondere: Das Wachstum beschleunigt sich mit der Zeit. In den ersten Jahren sind die Zinserträge moderat. Nach 20–30 Jahren übersteigen die jährlichen Zinsen oft die ursprüngliche Einzahlung.

Der Zinseszins-Effekt zeigt sich besonders bei langen Laufzeiten. 10.000 € bei 5 % werden nach 10 Jahren zu 16.289 €, nach 20 Jahren zu 26.533 € und nach 30 Jahren zu 43.219 €. Die Zinsen der letzten 10 Jahre (16.686 €) sind fast so hoch wie das Startkapital.

In Kombination mit einer monatlichen Sparrate wird der Effekt noch deutlicher. 100 €/Monat bei 5 % ergeben nach 30 Jahren über 83.000 € — bei nur 36.000 € Einzahlungen. Der Zinseszins steuert über 47.000 € bei.

Der Zinseszins-Rechner berechnet das Endkapital, den Gesamtertrag und den Zinseszins-Anteil — inklusive optionaler Sparrate und wählbarer Zinsperiode. Der Wachstumsgraph zeigt anschaulich, wie Einzahlungen und Zinsen über die Laufzeit wachsen. Die Formel wird mit Ihren Werten angezeigt.

3 Tipps: Zinseszins optimal nutzen

  • Früh anfangen: Zeit ist der wichtigste Faktor. 10 Jahre früher starten macht mehr aus als ein höherer Zinssatz.
  • Regelmäßig sparen: Auch kleine Beträge (50–100 €/Monat) wachsen durch den Zinseszins über 20–30 Jahre zu beachtlichen Summen.
  • Kosten minimieren: Jedes Prozent Gebühren fehlt beim Zinseszins. ETFs (0,1–0,3 % Kosten) schlagen aktive Fonds langfristig fast immer.

Die Formel und was sie bedeutet

Das Endkapital ergibt sich aus Startkapital mal (1 + Zinssatz) hoch Laufzeit. Der Exponent ist der Kern: Zinsen werfen selbst wieder Zinsen ab.

Deshalb wächst Kapital nicht linear, sondern exponentiell. Die ersten Jahre wirken enttäuschend, die späten überraschen — genau umgekehrt zur menschlichen Erwartung.

Die 72er-Regel

Teilen Sie 72 durch den Zinssatz, und Sie erhalten grob die Verdopplungszeit. Bei 6 Prozent sind das zwölf Jahre, bei 3 Prozent 24.

Die Regel funktioniert auch andersherum für die Inflation: Bei 3 Prozent Geldentwertung halbiert sich die Kaufkraft in 24 Jahren. Für Überschlagsrechnungen ist sie das nützlichste Werkzeug der Finanzmathematik.

Warum die Zinsperiode zählt

Bei jährlicher Verzinsung von 12 Prozent werden aus 1.000 Euro 1.120. Bei monatlicher Verzinsung mit einem Prozent sind es 1.126,83 — mehr, weil zwölfmal auf bereits verzinstes Kapital gerechnet wird.

Genau das misst der Effektivzins. Angebote mit unterschiedlicher Zinsgutschrift sind nur über ihn vergleichbar, nicht über den Nominalzins.

Zeit schlägt Rate

Wer mit 25 beginnt und monatlich 100 Euro spart, hat bei gleicher Rendite am Ende mehr als jemand, der mit 40 beginnt und 200 Euro spart — obwohl die zweite Person insgesamt mehr einzahlt.

Der Grund ist der Exponent: Die frühen Einzahlungen haben die längste Zeit zu arbeiten. Aufschieben kostet exponentiell, nicht linear.

Der Effekt wirkt auch gegen Sie

Bei Krediten und Dispozinsen läuft dieselbe Mechanik in die andere Richtung. Ein unbezahlter Dispo mit zweistelligem Zins wächst genauso exponentiell wie ein Sparplan.

Deshalb ist Schuldentilgung die sicherste Anlage: Sie bringt eine garantierte Rendite in Höhe des Kreditzinses, steuerfrei und ohne Kursrisiko.

Was die Rechnung nicht enthält

Der Rechner arbeitet mit einem konstanten Zinssatz. Reale Märkte schwanken, und die Reihenfolge der Renditen macht bei Entnahmen einen erheblichen Unterschied.

Außerdem fehlen Steuern und Inflation. Eine Verdopplung nominal ist real deutlich weniger — bei 2 Prozent Inflation über zwölf Jahre bleiben von der Verdopplung real nur rund 58 Prozent Zuwachs.

Zinseszins verstehen und nutzen

  1. 01 Früh anfangen: Der Zinseszins-Effekt braucht Zeit. 10.000 € bei 5 % werden nach 10 Jahren zu 16.289 €, nach 30 Jahren zu 43.219 €. Die letzten 20 Jahre verdreifachen den Ertrag.
  2. 02 Sparrate nutzen: Auch kleine monatliche Beträge wachsen durch den Zinseszins enorm. 100 €/Monat bei 5 % ergeben nach 30 Jahren über 83.000 € — bei nur 36.000 € Einzahlungen.
  3. 03 Kosten minimieren: Jedes Prozent weniger Gebühren ist ein Prozent mehr Zinseszins. ETFs (0,1–0,3 % Kosten) schlagen aktive Fonds (1–2 %) langfristig fast immer.

Häufige Fragen zum Zinseszinseffekt

Was ist der Zinseszins? expand_more
Zinseszins bedeutet, dass Sie Zinsen nicht nur auf Ihr Startkapital erhalten, sondern auch auf bereits gutgeschriebene Zinsen. Die Zinsen wachsen dadurch exponentiell — je länger die Laufzeit, desto stärker der Effekt.
Wie lautet die Zinseszinsformel? expand_more
K(n) = K₀ × (1 + r/n)^(n×t). K₀ = Startkapital, r = Zinssatz als Dezimalzahl, n = Zinsperioden pro Jahr, t = Laufzeit in Jahren. Bei jährlicher Verzinsung vereinfacht sich die Formel zu K(n) = K₀ × (1 + r)^t.
Wie wirkt sich die Zinsperiode aus? expand_more
Je häufiger die Zinsen gutgeschrieben werden (monatlich statt jährlich), desto höher der Zinseszins-Effekt. Bei 5 % und 10.000 €: jährlich = 16.289 €, monatlich = 16.470 € nach 10 Jahren — ein Unterschied von 181 €.
Wie lange dauert die Verdopplung des Kapitals? expand_more
Die 72er-Regel: 72 ÷ Zinssatz = Jahre bis zur Verdopplung. Bei 5 % Zinsen verdoppelt sich Ihr Kapital in ca. 14,4 Jahren. Bei 8 % in ca. 9 Jahren.
Werden Zinseszinsen versteuert? expand_more
Ja, Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungssteuer (25 % + Soli, ggf. Kirchensteuer). Der Sparerpauschbetrag befreit 1.000 € (2.000 € für Ehepaare) pro Jahr von der Steuer.
Was ist der Unterschied zwischen einfachem Zins und Zinseszins? expand_more
Beim einfachen Zins werden die Zinsen nur auf das Startkapital berechnet. Beim Zinseszins werden die Zinsen reinvestiert und mitverzinst. Je länger die Laufzeit, desto größer der Unterschied.
Einfacher Zins vs. Zinseszins? expand_more
Einfacher Zins: nur auf Startkapital. Zinseszins: auf Kapital + bisherige Zinsen. Je länger die Laufzeit, desto größer der Unterschied.

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