Was ist die MFI-Zinsstatistik?
Die MFI-Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank erfasst monatlich die Zinssätze, die deutsche Banken (Monetary Financial Institutions, MFI) im Neugeschäft mit privaten Haushalten und Unternehmen tatsächlich vereinbaren. Sie ist die offizielle, harmonisierte Referenz für das deutsche Zinsniveau — und damit ein verlässlicher Indikator, ob die Zinsen gerade steigen, fallen oder stabil sind.
Was bedeuten die Werte für mich?
Die ausgewiesenen Sätze sind Durchschnitte über alle Neuverträge in einem Monat. Ihr persönliches Angebot kann deutlich abweichen, weil es von Eigenkapital, Bonität, Objekt und Verhandlung abhängt. Die Bundesbank-Werte sind aber ein guter Anker, um einzuschätzen, ob Ihr eigenes Angebot fair ist.
Warum ist Bauzins viel niedriger als Dispo?
Bauzinsen sind durch die Immobilie als Sicherheit gedeckt — fällt der Kredit aus, kann die Bank verwerten. Konsumkredite sind unbesicherte Bonitätskredite. Der Dispokredit ist ein flexibler Überziehungsrahmen ohne Sicherheit und ohne feste Laufzeit; die Bank trägt das volle Ausfallrisiko und lässt sich das mit hohen Zinsen bezahlen. Das ist der Grund, warum sich ein dauerhaft genutzter Dispo schnell rechnet — meist nach unten.
Wann lohnt sich Umschulden?
Mehrere Monate im Dispo? Ein Ratenkredit kostet typischerweise nur die Hälfte. Wer eine Immobilie finanziert, sollte vor Anschluss-Zinsbindungen die aktuelle Marktlage prüfen — schon kleine Zinsunterschiede machen über zehn Jahre fünfstellige Beträge aus. Unsere Baufinanzierung, Tilgung und Kredit Rechner helfen beim Vergleich.
Quellen und Methodik
Alle Zinswerte stammen aus der SDMX-API der
Deutschen Bundesbank, Dataflow BBIM1. Die hier angezeigten Beispielrechnungen
(300.000 € Darlehen, 1.000 € Dispo) sind Eigenberechnungen auf Basis der aktuellen Effektivzinsen und
dienen der Orientierung. Wir sind kein Finanzberater. Die Werte werden täglich abgeholt; neue
Monatswerte erscheinen typischerweise Anfang des Folgemonats und werden zunächst als „vorläufig"
gekennzeichnet.